Gersthofen: Brand auf Werkgelände – Update

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Gersthofen: Brand im Industriepark gelöscht – Warnung aufgehoben

GERSTHOFEN – Nach dem Brand im Gersthofer Industriepark am Donnerstagabend, 1. Oktober 2026, ist die Lage wieder unter Kontrolle. Die Feuerwehr konnte das Feuer nach mehrstündigem Einsatz kurz nach Mitternacht löschen. Die zuvor wegen starker Rauchentwicklung ausgegebene amtliche Warnung für die Bevölkerung wurde bereits um 23:48 Uhr aufgehoben. Lesen Sie den ersten Artikel

Der Brand war gegen 19:30 Uhr auf einem Betriebsgelände im Bereich der Ludwig-Hermann-Straße ausgebrochen. Nach inzwischen vorliegenden Berichten geriet Material in einem Bunker in Brand. Dabei entwickelte sich dichter Rauch, der auch außerhalb des Industrieparks deutlich wahrnehmbar war.

Radio Augsburg berichtete, dass es sich um einen Bunker des EBS-Kraftwerks gehandelt habe. Andere aktuelle Berichte sprechen zunächst lediglich von einem Bunker auf dem Betriebsgelände. Eine abschließende behördliche Mitteilung zur genauen betroffenen Anlage lag am Freitagmorgen zunächst nicht vor.

Amtliche Warnung um 23:48 Uhr aufgehoben

Wegen der erheblichen Rauchentwicklung hatte die Integrierte Leitstelle Augsburg um 19:44 Uhr eine amtliche Gefahreninformation für Gersthofen veröffentlicht.

Anwohner wurden vorsorglich aufgefordert, das betroffene Gebiet zu meiden, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Die Warnung wurde über die amtlichen Warnsysteme verbreitet.

Eine konkrete Gefährdung der Bevölkerung war nach den bislang veröffentlichten Informationen nicht festgestellt worden. Die Gefahrenstufe wurde als gering eingestuft.

Um 23:48 Uhr folgte schließlich die Entwarnung der Integrierten Leitstelle Augsburg. Die zuvor ausgesprochenen Verhaltensempfehlungen waren damit aufgehoben.

Mehrere Feuerwehren im Einsatz

An den mehrstündigen Löscharbeiten waren neben der Werkfeuerwehr des Industrieparks mehrere kommunale Feuerwehren beteiligt.

Nach übereinstimmenden Medienberichten waren unter anderem die Freiwilligen Feuerwehren Gersthofen, Neusäß und Rettenbergen vor Ort. Polizei und Rettungsdienst begleiteten den Einsatz. Außerdem unterstützte ein Fachberater des Technischen Hilfswerks aus Schwabmünchen die Einsatzkräfte.

Das eigentliche Feuer konnte kurz nach Mitternacht gelöscht werden. Anschließend liefen Aufräum- und weitere Einsatzmaßnahmen.

Industriepark verfügt über eigenes EBS-Kraftwerk

Betreiber des Industrieparks ist die MVV Industriepark Gersthofen GmbH. Nach Angaben des Unternehmens sind zehn Unternehmen auf dem rund 35 Hektar großen Gelände angesiedelt und nutzen dort eine gemeinsame Infrastruktur.

Zum Industriepark gehört auch ein Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerk (EBS-HKW). Der Landkreis Augsburg führt dieses offiziell als immissionsschutzrechtlich überwachte Anlage der MVV Industriepark Gersthofen GmbH an der Ludwig-Hermann-Straße 100.

Der Standort verfügt außerdem über eine eigene Werkfeuerwehr sowie ein Sicherheits- und Notfallmanagement.

Brandursache und Schadenshöhe weiterhin offen

Zur Ursache des Feuers lagen am Freitagmorgen weiterhin keine gesicherten Angaben vor. Auch über die Höhe des entstandenen Sachschadens gibt es bislang keine bestätigten Zahlen.

Ebenso lagen zunächst keine abschließend bestätigten Angaben zu möglichen Verletzten vor.

Damit sind nach dem Ende des akuten Einsatzes insbesondere die genaue Brandursache, der entstandene Schaden und die abschließende Zuordnung der betroffenen Anlage noch offen.


Update vom 02.10.2026 // 11:37 Uhr

Industriepark Gersthofen: Großaufgebot der Feuerwehr bei Löscharbeiten

Bei dem Brand im Industriepark Gersthofen waren zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort. Neben der Werkfeuerwehr beteiligten sich die Feuerwehren aus Gersthofen, Neusäß und Rettenbergen an den Löscharbeiten. Unterstützt wurden die Kräfte außerdem durch das Technische Hilfswerk (THW), den Rettungsdienst und den Zivilschutz. Wie viele Einsatzkräfte insgesamt eingesetzt waren, ist bislang nicht bekannt.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der vorherrschenden Windrichtung zog der Rauch auch in Richtung der südlich gelegenen Nachbarschaft des Industrieparks. Für einen Bereich von rund 500 Metern um das betroffene Kraftwerk wurde deshalb am Donnerstag vorsorglich eine Warnung über die NINA-Warn-App herausgegeben.

Anwohner im Umfeld des Industrieparks wurden zeitweise aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zudem sollten vorhandene Klima- und Lüftungsanlagen vorsorglich ausgeschaltet werden.

Messungen ergeben keine erhöhte Schadstoffbelastung

Einsatzkräfte führten sowohl innerhalb des Industrieparks als auch in dessen Umgebung Schadstoffmessungen durch. Dabei wurden nach Angaben der Einsatzleitung keine auffälligen Werte festgestellt. Eine Gefährdung der Bevölkerung habe demnach nicht bestanden.

Die gemessenen Werte hätten sich im normalen Bereich bewegt, teilte die Einsatzleitung mit. Die Warnmaßnahmen dienten damit insbesondere dem vorsorglichen Schutz der Bevölkerung während der starken Rauchentwicklung.

Hinweis: Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald weitere gesicherte Informationen zum Einsatz vorliegen.


Stand: 2. Oktober 2026, Vormittag

Quellen und weitere Informationen

Hinweis: Brandursache, Schadenshöhe und weitere Einzelheiten können Gegenstand laufender Ermittlungen beziehungsweise weiterer Mitteilungen der zuständigen Behörden sein. Dieser Artikel wird bei neuen gesicherten Erkenntnissen aktualisiert.