Gersthofen: Polizei nennt neue Details zu Ursache und Schaden

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Brand im Industriepark Gersthofen: Polizei nennt neue Details zu Ursache und Schaden

Gersthofen – Nach dem Großeinsatz im Industriepark Gersthofen liegen inzwischen weitere Erkenntnisse zum Brand vom 1. Oktober 2026 vor. Nach Angaben der Polizei brannte es im Brennstoffbunker der Energieversorgungsanlage. Der entstandene Sachschaden wird auf einen sechsstelligen Betrag beziffert. Verletzt wurde niemand. Als mögliche Ursache steht eine Selbstentzündung im Raum, die durch Batterien oder ähnliche Gegenstände ausgelöst worden sein könnte.

Brand brach gegen 19.20 Uhr aus

Nach dem inzwischen veröffentlichten Polizeibericht ereignete sich der Brand am Donnerstag, 1. Oktober, gegen 19.20 Uhr im Industriepark Gersthofen. Betroffen war demnach der Brennstoffbunker der Energieversorgungsanlage.

Nach Informationen der Werkfeuerwehr befanden sich in dem Bunker hauptsächlich Gewerbeabfälle aus Holz und Kunststoff. Das Feuer hatte am Donnerstagabend zu einer erheblichen Rauchentwicklung und einem Großeinsatz der Einsatzkräfte geführt.

Batterien könnten Selbstentzündung ausgelöst haben

Auch zur möglichen Ursache liegen inzwischen konkretere Angaben vor. Nach Angaben der Polizei wurde eine Selbstentzündung vermutet, die durch Batterien oder ähnliche Gegenstände ausgelöst worden sein könnte.

Dabei handelt es sich bislang ausdrücklich um eine Vermutung. Eine abschließend bestätigte Brandursache wurde in den öffentlich zugänglichen Mitteilungen bislang nicht genannt.

Sachschaden im sechsstelligen Bereich

Ein Verantwortlicher des betroffenen Unternehmens bezifferte den entstandenen Sachschaden laut Polizei auf einen sechsstelligen Betrag. Eine genauere Schadenssumme wurde nicht veröffentlicht.

Eine weitere wichtige Information steht inzwischen ebenfalls fest: Bei dem Brand wurde niemand verletzt.

Großaufgebot von Feuerwehr und Hilfsorganisationen

Die Werkfeuerwehr des Industrieparks erhielt bei den Löscharbeiten Unterstützung von den Freiwilligen Feuerwehren aus Gersthofen, Neusäß und Rettenbergen. Darüber hinaus waren das Technische Hilfswerk, der Rettungsdienst und der Zivilschutz vor Ort.

Wegen der starken Rauchentwicklung war am Abend auch die Bevölkerung gewarnt worden. Anwohner insbesondere südlich des Industrieparks wurden vorsorglich aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klima- beziehungsweise Lüftungsanlagen auszuschalten.

Nach damaligen Medienberichten lagen keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung der Bevölkerung vor. Die Warnung vor den Brandgasen konnte noch in der Nacht aufgehoben werden.

Erstmeldung ließ Ursache und Schadenshöhe noch offen

Unmittelbar nach Ausbruch des Feuers waren zahlreiche Einzelheiten noch ungeklärt. Zunächst war lediglich bekannt, dass Material in einem Bunker auf dem Gelände des Industrieparks brannte und eine starke Rauchentwicklung entstanden war.

Inzwischen lässt sich das Geschehen genauer einordnen: Nach Angaben der Polizei handelte es sich um den Brennstoffbunker der Energieversorgungsanlage, in dem vor allem Gewerbeabfälle aus Holz und Kunststoff lagerten. Als mögliche Ursache wird eine Selbstentzündung durch Batterien oder ähnliche Gegenstände vermutet.

Damit sind auch zwei weitere zunächst offene Fragen beantwortet: Es gab keine Verletzten und der Sachschaden bewegt sich nach Angaben eines Firmenverantwortlichen im sechsstelligen Bereich.

Industriepark beschäftigt rund 1.200 Menschen

Unabhängig vom Brand hat der Landkreis Augsburg am 5. Oktober über einen Besuch von Landrat Martin Sailer und Gersthofens Bürgermeisterin Susanne Olita im Industriepark berichtet. Gemeinsam informierten sie sich bei der MVV Industriepark Gersthofen GmbH sowie den Unternehmen Kraton Chemical und Archroma Germany über aktuelle und geplante Projekte am Standort.

Nach Angaben des Landkreises sind im Industriepark derzeit rund 1.200 Menschen beschäftigt. Weiterhin werde in den Standort investiert. Im September hätten 35 junge Menschen ihre Ausbildung bei Unternehmen im Industriepark begonnen.

Die Mitteilung des Landkreises enthält keine neuen Erkenntnisse zur Brandursache und stellt den Firmenbesuch nicht in einen Zusammenhang mit dem Brand vom 1. Oktober.

Brandursache noch nicht abschließend bestätigt

Auch mit den inzwischen veröffentlichten Informationen ist die genaue Entstehung des Feuers damit noch nicht abschließend geklärt. Die vermutete Selbstentzündung durch Batterien oder vergleichbare Gegenstände sollte daher nicht als bereits festgestellte Ursache dargestellt werden.

Stand: 6. Oktober 2026. Eine öffentlich zugängliche spätere Mitteilung, mit der eine bestimmte Brandursache abschließend bestätigt oder der sechsstellige Sachschaden genauer beziffert wird, liegt derzeit nicht vor.

Quellen