Newsflash 15.09.2026

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Aktuelle Nachrichten weltweit – Dienstag, 15. September 2026

Stand: Dienstag, 15. September 2026. Die wichtigsten internationalen Nachrichten des Tages aus Politik, Kriegen und Konflikten, Wirtschaft, Energie, Deutschland, Europa, USA, Asien, Afrika, Gesellschaft, Wissenschaft, Technologie, Klima, Kultur und Sport. Die Themen sind nach ihrer internationalen Bedeutung und Aktualität gewichtet.

Die wichtigsten Themen des Tages

  • Iran-Krieg: Die Kämpfe im Nahen Osten verschärfen die globale Energiekrise. Öl steigt auf mehr als 108 US-Dollar je Barrel.
  • Huthi: Die mit Iran verbündeten Huthi greifen erneut Saudi-Arabien an. Die Gespräche über die Öffnung der Straße von Hormus kommen nicht voran.
  • Ukraine: Russland und die Ukraine setzen ihre Angriffe auf Energie- und Treibstoffinfrastruktur trotz angekündigter Gespräche über eine Deeskalation fort.
  • Deutschland: Die AfD liegt in einer neuen bundesweiten Umfrage deutlich vor CDU/CSU. Friedrich Merz gerät innerhalb der Union weiter unter Druck.
  • USA: Der Supreme Court stoppt vorerst neue Beschränkungen für Briefwahlstimmen, die von der Trump-Regierung durchgesetzt werden sollten.
  • Weltwirtschaft: Steigende Ölpreise treiben Inflationsängste. An den internationalen Anleihemärkten steigen die Renditen auf den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008.
  • China: Peking verschärft neue Ausreise- und Sicherheitsregeln für Personen, die als technologisches oder sicherheitspolitisches Risiko eingestuft werden.
  • Gaza: Der UN-Menschenrechtskommissar warnt nach dem Fund von Hunderten Leichen unter den Trümmern vor möglichen Kriegsverbrechen.
  • Sudan: Das Welternährungsprogramm warnt vor einem dramatischen Finanzierungsengpass und einer weiteren Verschärfung der Hungerkrise.
  • Klima: Die USA kündigen beim G20-Treffen weitere Rücknahmen von Klimaschutzauflagen für Kraftwerke an.
  • Technologie: Der globale Wettlauf um künstliche Intelligenz und leistungsfähige KI-Chips verschärft sich.
  • Sport: UEFA vergibt die Champions-League-Finals 2028 und 2029 nach München und Barcelona.

Deutschland

AfD erreicht in neuer Umfrage 29 Prozent

Die AfD bleibt nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bundesweit im Aufwind. In einer aktuellen YouGov-Umfrage erreicht die Partei 29 Prozent und liegt damit deutlich vor CDU und CSU, die gemeinsam auf 18 Prozent kommen. Die Grünen erreichen 16 Prozent, die SPD 13 Prozent und die Linke 10 Prozent.

Die Umfrage verstärkt den politischen Druck auf Bundeskanzler Friedrich Merz. Die CDU/CSU befindet sich damit auf einem besonders niedrigen bundesweiten Zustimmungsniveau, während die AfD ihre Position als stärkste politische Kraft ausbauen kann.

Merz kämpft um Rückhalt in der CDU

Bundeskanzler Friedrich Merz steht nach dem schweren Wahlergebnis der CDU in Sachsen-Anhalt vor einer innerparteilichen Bewährungsprobe. Die AfD hatte bei der Landtagswahl fast 44 Prozent erreicht und damit einen historischen Erfolg erzielt.

In der CDU wird inzwischen offen über die politische Strategie der Bundesregierung diskutiert. Im Mittelpunkt stehen Migration, Wirtschaft, Energiepreise, innere Sicherheit und der Umgang mit der AfD.

Merz weist Forderungen nach einem vorzeitigen Ende seiner Kanzlerschaft zurück und betont, dass die Bundesregierung ihre Arbeit fortsetzen müsse. Gleichzeitig versucht die CDU-Spitze, die Partei vor den nächsten wichtigen Landtagswahlen geschlossen zu halten.

Brandmauer zur AfD wird erneut diskutiert

Die Debatte über die sogenannte Brandmauer gegen die AfD nimmt weiter an Fahrt auf. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD in Teilen der Bevölkerung zurückgeht.

Die Union hält offiziell weiterhin an der Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD fest. Gleichzeitig wächst der politische Druck, sich mit den Ursachen des AfD-Erfolgs auseinanderzusetzen.

Bayern startet ins neue Schuljahr

In Bayern beginnt am 15. September das neue Schuljahr. Nach den Sommerferien kehren rund 1,7 Millionen Schülerinnen und Schüler an die Schulen zurück. Gleichzeitig beginnt für viele Erstklässler ein neuer Lebensabschnitt.

Das Wetter zeigt sich zum Schulstart vielerorts sommerlich. Der Deutsche Wetterdienst erwartet zunächst Temperaturen bis in den Bereich von 28 Grad, bevor sich im weiteren Wochenverlauf ein Wetterumschwung mit Schauern und Gewittern abzeichnet.

USA

Supreme Court stoppt Trumps neue Briefwahl-Regeln

Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat der Trump-Regierung einen Rückschlag bei der geplanten Einschränkung der Briefwahl zugefügt. Die Richter verhinderten vorerst, dass neue Regeln des US Postal Service vor den Zwischenwahlen vollständig umgesetzt werden.

Die Regierung hatte unter anderem strengere Anforderungen an Umschläge und die Verarbeitung von Briefwahlunterlagen vorgesehen. Gegner der Regelungen argumentieren, dass dadurch gültige Stimmen verloren gehen könnten und dass die Bundesstaaten für die Durchführung von Wahlen zuständig sind.

Das Urteil ist politisch besonders relevant, weil die amerikanischen Zwischenwahlen näher rücken und die Republikaner und Demokraten um die Kontrolle über den Kongress kämpfen.

Trump steht wegen Energiepreisen unter Druck

Die hohen Energiepreise entwickeln sich zu einem wachsenden innenpolitischen Problem für US-Präsident Donald Trump. Der Ölpreis liegt inzwischen deutlich über 100 Dollar, während auch Benzin und Diesel in den Vereinigten Staaten teurer werden.

Die Regierung versucht gleichzeitig, die Folgen des Iran-Krieges für die amerikanische Wirtschaft zu begrenzen. Steigende Energiekosten könnten jedoch die Inflation weiter erhöhen und den Handlungsspielraum der US-Notenbank einschränken.

Iran-Krieg und Nahost

Huthi greifen Saudi-Arabien erneut an

Die mit Iran verbündete Huthi-Bewegung hat am Dienstag erneut Ziele in Saudi-Arabien angegriffen. Die Angriffe erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Gespräche über die Sicherheit der Straße von Hormus ins Stocken geraten.

Die Huthi haben ihren Einfluss im Jemen in den vergangenen Tagen erheblich ausgeweitet. Dadurch geraten die internationale Schifffahrt und die weltweite Energieversorgung gleichzeitig von zwei Seiten unter Druck: im Bereich der Straße von Hormus und an der Meerenge Bab al-Mandab.

Ölpreis steigt auf über 108 Dollar

Der Ölpreis steigt aufgrund der zunehmenden Unsicherheit weiter. Brent-Rohöl kletterte am Dienstag zeitweise auf rund 108 US-Dollar pro Barrel. Die Märkte fürchten eine länger andauernde Unterbrechung wichtiger Öltransporte aus dem Nahen Osten.

Besonders problematisch ist die Situation für Saudi-Arabien. Eine wichtige Ost-West-Pipeline wurde nach Angriffen zeitweise außer Betrieb genommen. Dadurch wird ein wichtiger alternativer Transportweg für saudisches Öl eingeschränkt.

Straße von Hormus bleibt zentraler Krisenpunkt

Die Straße von Hormus bleibt einer der gefährlichsten Punkte des internationalen Handels. Durch die Meerenge wird normalerweise ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und LNG-Handels transportiert.

Eine längerfristige Unterbrechung könnte erhebliche Auswirkungen auf Europa und Asien haben. Höhere Öl- und Gaspreise würden nicht nur Autofahrer und Haushalte treffen, sondern auch Industrie, Logistik, Luftfahrt und Landwirtschaft.

Huthi kontrollieren strategische Positionen am Roten Meer

Die Huthi haben ihre militärische Position an der Meerenge Bab al-Mandab weiter ausgebaut. Die strategische Lage ermöglicht es der Miliz, Druck auf eine der wichtigsten Handelsrouten zwischen Asien und Europa auszuüben.

Für die Weltwirtschaft ist die Entwicklung besonders kritisch, weil bereits die Straße von Hormus durch den Iran-Krieg gefährdet ist. Damit sind zwei wichtige Seewege gleichzeitig von militärischer Eskalation betroffen.

Gaza und Israel

UN warnt nach Fund von Hunderten Leichen vor möglichen Kriegsverbrechen

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte hat nach dem Fund von Hunderten Leichen unter den Trümmern zerstörter Gebäude im Gazastreifen vor möglichen Kriegsverbrechen gewarnt.

Die Vereinten Nationen fordern eine unabhängige Untersuchung der Umstände, unter denen die Menschen ums Leben kamen. Die israelische Regierung weist Vorwürfe systematischer Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht zurück.

Die humanitäre Lage im Gazastreifen bleibt weiterhin äußerst angespannt. Die Zerstörung von Wohngebäuden und Infrastruktur erschwert die Versorgung der Bevölkerung mit medizinischer Hilfe, Wasser und Lebensmitteln.

Ukraine und Russland

Russland und Ukraine greifen weiterhin Energieanlagen an

Trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verständigung über einen möglichen Stopp von Angriffen auf Energieanlagen setzen Russland und die Ukraine ihre Angriffe fort.

Russland setzte in der Nacht rund 200 Drohnen gegen Ziele in der Ukraine ein. Dabei wurden unter anderem Tankstellen in Kiew und Infrastruktur in Hafenregionen beschädigt. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben.

Die Ukraine griff im Gegenzug eine russische Ölraffinerie in Syzran sowie Anlagen zur Drohnenproduktion in den Regionen Taganrog und Orjol an.

Selenskyj fordert Sicherheitsgarantien

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj macht eine Einstellung ukrainischer Angriffe weiterhin von glaubwürdigen Sicherheitsgarantien der Verbündeten abhängig.

Die Ukraine argumentiert, dass Angriffe auf russische Energie- und Rüstungsinfrastruktur ein wichtiges Mittel seien, um Russlands militärische Fähigkeiten zu schwächen.

NATO schießt Drohne über Litauen ab

Ein italienischer NATO-Kampfjet hat über Litauen eine Drohne abgeschossen. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht und führte zu neuen Diskussionen über die Sicherheit des NATO-Luftraums an der Ostflanke des Bündnisses.

Litauen und Polen hatten bereits zuvor ihre militärische Überwachung wegen zunehmender Drohnenaktivitäten in der Region verstärkt.

Europa

Schweden nach Wahl vor schwieriger Regierungsbildung

Nach der Parlamentswahl in Schweden zeichnet sich ein knappes Ergebnis zugunsten des Mitte-links-Lagers ab. Die Sozialdemokraten unter Magdalena Andersson könnten wieder eine führende Rolle bei der Regierungsbildung übernehmen.

Die endgültige politische Konstellation bleibt jedoch schwierig. Die Schwedendemokraten bleiben trotz ihrer Position außerhalb einer möglichen Mitte-links-Regierung ein wichtiger Faktor im schwedischen Parteiensystem.

EU verschärft Klimapolitik beim CO2-Grenzausgleich

Das Europäische Parlament hat dafür gestimmt, eine Klausel zu streichen, die eine Aussetzung des europäischen CO2-Grenzausgleichsmechanismus in bestimmten Krisensituationen ermöglichen würde.

Der sogenannte Carbon Border Adjustment Mechanism soll verhindern, dass europäische Unternehmen durch strengere Klimavorgaben gegenüber Produzenten aus Ländern mit niedrigeren Umweltstandards benachteiligt werden.

Die Entscheidung dürfte den Konflikt zwischen EU-Parlament, Mitgliedstaaten und Teilen der europäischen Industrie über die Geschwindigkeit der Klimapolitik weiter verschärfen.

Großbritannien verbessert Beziehungen zu Venezuela

Großbritannien hat angekündigt, seine diplomatischen Beziehungen zu Venezuela aufzuwerten. London will wieder einen Botschafter nach Caracas entsenden.

Die Entscheidung kommt in einer Phase, in der mehrere westliche Staaten ihre Venezuela-Politik neu ausrichten. Wirtschaftliche Interessen, Migration und die Stabilität Südamerikas spielen dabei eine wichtige Rolle.

Wirtschaft und Finanzmärkte

Globale Anleiherenditen steigen auf Höchststände seit 2008

Die internationalen Anleihemärkte stehen erneut massiv unter Druck. Die Renditen wichtiger Staatsanleihen haben am Dienstag Niveaus erreicht, die zuletzt während der globalen Finanzkrise 2008 beobachtet wurden.

Die Ursache ist eine Kombination aus hohen Ölpreisen, steigenden Inflationserwartungen und der Sorge vor höheren Leitzinsen.

Europäische Aktienmärkte geben nach

Die europäischen Aktienmärkte sind am Dienstag unter Druck geraten. Der breit gefasste STOXX 600 fiel zeitweise deutlich. Besonders Bankaktien verloren an Wert.

Die Anleger fürchten, dass dauerhaft hohe Energiepreise die Inflation erneut beschleunigen und dadurch weitere Zinserhöhungen notwendig machen könnten.

EZB unter Druck

Die Europäische Zentralbank hat ihre Geldpolitik angesichts des neuen Energiepreisschocks erneut im Blick. Höhere Öl- und Gaspreise könnten die Inflation über längere Zeit hochhalten.

Die EZB muss damit zwischen zwei Risiken abwägen: Einerseits droht eine neue Inflationswelle, andererseits könnten weitere Zinserhöhungen das ohnehin schwache Wirtschaftswachstum in Europa zusätzlich belasten.

Deutschland verliert wirtschaftlich an Dynamik

Die deutsche Wirtschaft zeigt zu Beginn des dritten Quartals Anzeichen einer erneuten Abschwächung. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums verliert insbesondere die Erholung in energieintensiven Branchen an Kraft.

Auch der private Konsum verliert an Dynamik. Die hohen Energiepreise belasten sowohl Unternehmen als auch Verbraucher.

Großbritannien

Lebensmittelpreise steigen weiter

Die Inflation bei britischen Lebensmitteln ist im September erneut gestiegen. Nach Angaben des Marktforschers Worldpanel lag die jährliche Teuerungsrate bei 2,3 Prozent.

Für die britische Regierung ist die Entwicklung problematisch, weil gleichzeitig der Arbeitsmarkt schwächer wird und die Erwartungen an mögliche weitere Zinserhöhungen steigen.

Britischer Arbeitsmarkt schwächt sich ab

Das britische Lohnwachstum liegt nahe dem niedrigsten Niveau seit mehreren Jahren. Gleichzeitig ist die Zahl der offenen Stellen stark zurückgegangen.

Die Bank of England steht damit vor einem schwierigen Balanceakt zwischen Inflationsbekämpfung und der Unterstützung einer schwächeren Wirtschaft.

China

China verschärft Ausreiseregeln aus Sicherheitsgründen

In China sind neue Regeln für Ausreise und Grenzkontrollen in Kraft getreten. Betroffen sind unter anderem Personen, die nach Einschätzung der Behörden ein Sicherheits- oder Technologierisiko darstellen könnten.

Die neuen Regelungen sind Teil einer umfassenderen Verschärfung der chinesischen Politik zur nationalen Sicherheit. Unternehmen und ausländische Investoren beobachten die Entwicklung aufmerksam, da sie Auswirkungen auf Geschäftsreisen und internationale Forschungskooperationen haben kann.

Chinesische Wirtschaft bleibt unter Druck

Die Immobilienpreise in China bleiben schwach. Gleichzeitig wächst die Sorge über eine ungleichmäßige wirtschaftliche Erholung. Während die Industrie und der Technologiesektor relativ stark bleiben, entwickelt sich der private Konsum weniger dynamisch.

Peking versucht deshalb, Investitionen, technologische Innovationen und den Binnenkonsum gleichzeitig zu stärken.

Indien

Indiens Handelsdefizit fällt geringer aus als erwartet

Indiens Warenhandelsdefizit ist im August auf 26,86 Milliarden US-Dollar gesunken. Hauptgrund war unter anderem ein deutlicher Rückgang der Goldimporte.

Die Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Indien seine Handelsbeziehungen sowohl mit den USA als auch mit China neu ausbalanciert. Der Iran-Krieg und die hohen Energiepreise stellen für das stark von Energieimporten abhängige Land jedoch eine zusätzliche Belastung dar.

BRICS-Gipfel stärkt Indiens Rolle

Der BRICS-Gipfel in Neu-Delhi hat die internationale Bedeutung Indiens unterstrichen. Indien versucht, sich als führende Stimme des Globalen Südens zu positionieren.

China konnte gleichzeitig seinen Einfluss innerhalb des erweiterten BRICS-Bündnisses ausbauen. Die Mitgliedstaaten diskutieren unter anderem über Handel in nationalen Währungen, digitale Zahlungssysteme und eine stärkere Zusammenarbeit bei künstlicher Intelligenz.

Kanada

Kanadischer Immobilienmarkt schwächt sich ab

Die Zahl der Hausverkäufe in Kanada ist im August zurückgegangen. Höhere Hypothekenzinsen und die wirtschaftliche Unsicherheit belasten den Immobilienmarkt.

Gleichzeitig versucht Premierminister Mark Carney, internationale Investoren für Kanada zu gewinnen und die wirtschaftliche Abhängigkeit vom US-Markt zu reduzieren.

Afrika

Sudan: Welternährungsprogramm warnt vor Hungerkatastrophe

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen steht im Sudan vor einem dramatischen Finanzierungsproblem. Für das laufende Jahr stehen nach Angaben des WFP nur noch rund 206 Millionen US-Dollar zur Verfügung, nachdem das Budget im Vorjahr noch etwa 645 Millionen Dollar betragen hatte.

Fast 20 Millionen Menschen sind im Sudan von Hunger betroffen. Rund 14 Millionen Menschen wurden durch den Krieg zwischen der sudanesischen Armee und den Rapid Support Forces vertrieben.

Das WFP benötigt nach eigenen Angaben zusätzlich nahezu 300 Millionen US-Dollar, um seine aktuellen Hilfsprogramme aufrechterhalten zu können.

Humanitäre Hilfe weltweit unter Druck

Die Sudan-Krise steht beispielhaft für ein größeres Problem der internationalen humanitären Hilfe. Zahlreiche Hilfsorganisationen müssen ihre Programme wegen sinkender Finanzmittel reduzieren.

Die Vereinten Nationen warnen davor, dass weitere Kürzungen die Versorgung von Millionen Menschen in Konfliktregionen gefährden könnten.

Klima und Umwelt

USA nehmen Klimaschutzauflagen für Kraftwerke zurück

Die US-Regierung hat beim G20-Treffen in Houston weitere Schritte zum Abbau von Klimaschutzauflagen angekündigt. Die Umweltbehörde EPA hob frühere Vorgaben zur Begrenzung von CO2-Emissionen von Kohle- und Gaskraftwerken auf beziehungsweise leitete deren Aufhebung ein.

Die Trump-Regierung begründet den Kurs mit der Stärkung der amerikanischen Energieversorgung und der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie.

Umweltorganisationen und Klimawissenschaftler warnen dagegen vor höheren Emissionen und langfristigen Schäden für Gesundheit und Umwelt.

USA prüfen Tiefseebergbau

Die US-Regierung arbeitet außerdem an Genehmigungen für Tiefseebergbau. Dabei geht es um den Zugang zu wichtigen Rohstoffen, die unter anderem für Batterien, Elektronik und moderne Energietechnik benötigt werden.

Umweltorganisationen warnen vor schwer abschätzbaren Folgen für marine Ökosysteme.

Wissenschaft und Technologie

KI-Wettlauf verschärft sich

Der globale Wettbewerb um künstliche Intelligenz erreicht neue Dimensionen. Unternehmen investieren Milliarden in leistungsfähige Chips, Rechenzentren und KI-Modelle.

Gleichzeitig wächst die Debatte über die Frage, wie weit der Einsatz besonders leistungsfähiger KI-Systeme reguliert werden sollte. Unternehmen aus den Bereichen Verteidigung, Software und Halbleiter prüfen zunehmend, welche Modelle für sensible Daten eingesetzt werden können.

Neue KI-Chip-Unternehmen erhalten Milliardeninvestitionen

Das US-Startup Delos Data, das von ehemaligen Intel-Mitarbeitern gegründet wurde, hat 100 Millionen US-Dollar für die Entwicklung von Technologien für KI-Netzwerke eingesammelt.

Der Trend zeigt, dass der KI-Wettbewerb längst nicht mehr ausschließlich zwischen den großen etablierten Technologiekonzernen ausgetragen wird. Neue Unternehmen versuchen, sich auf spezielle Chips, Netzwerke und energieeffiziente Rechenzentren zu konzentrieren.

Apple gerät in Indien unter regulatorischen Druck

Die indische Verbraucherschutzbehörde hat ihre Untersuchung der Software-Garantiebedingungen von Apple ausgeweitet. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob bestimmte Bedingungen rund um iOS-Software und Garantieleistungen Verbraucher ausreichend schützen.

Indien entwickelt sich damit zunehmend zu einem wichtigen regulatorischen Markt für globale Technologiekonzerne.

Gesellschaft

Briefwahl wird zum politischen Streitpunkt in den USA

Das Urteil des US Supreme Court zur Briefwahl dürfte die amerikanische Debatte über Wahlrecht und Wahlsicherheit weiter verschärfen.

Die Republikaner argumentieren seit Jahren, dass strengere Regeln Wahlbetrug verhindern sollen. Demokraten und Bürgerrechtsorganisationen warnen dagegen, dass unnötige Formalitäten gültige Stimmen ausschließen könnten.

Der Streit dürfte bis zu den amerikanischen Zwischenwahlen weiter an Bedeutung gewinnen.

Kultur und Fernsehen

78. Emmy Awards: „The Pitt“ gewinnt erneut als beste Dramaserie

Bei den 78. Primetime Emmy Awards in Los Angeles ist „The Pitt“ erneut als beste Dramaserie ausgezeichnet worden. Noah Wyle erhielt den Emmy als bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie.

Als beste Comedyserie wurde „Widow’s Bay“ ausgezeichnet. Matthew Rhys gewann für die Serie den Preis als bester Hauptdarsteller. Gleichzeitig erhielt Rhys auch einen Emmy für seine Rolle in der Miniserie „The Beast in Me“.

Rhea Seehorn wurde als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie für „Pluribus“ ausgezeichnet. Jean Smart gewann erneut als beste Comedy-Hauptdarstellerin für „Hacks“.

Der Bob Hope Humanitarian Award ging an Michael J. Fox für sein langjähriges philanthropisches Engagement.

Sport

München erhält Champions-League-Finale 2028

Die UEFA hat entschieden, dass das Champions-League-Finale 2028 in der Münchner Allianz Arena ausgetragen wird. Das Finale 2029 findet im renovierten Camp Nou in Barcelona statt.

Die Allianz Arena war bereits 2012 und 2025 Austragungsort des Champions-League-Finales. München erhält damit erneut eines der wichtigsten Fußballspiele Europas.

Camp Nou bekommt Finale 2029

Das Camp Nou wird 2029 zum dritten Mal Schauplatz eines Champions-League-Finales. Das Stadion befindet sich weiterhin in einem umfangreichen Umbau und soll in den kommenden Jahren schrittweise wieder vollständig genutzt werden.

Baseball: Dodgers und Yankees erreichen Play-offs

In der Major League Baseball haben sich die Los Angeles Dodgers und die New York Yankees vorzeitig für die Play-offs qualifiziert.

Die Yankees setzten sich mit 8:3 gegen die Minnesota Twins durch. Aaron Judge schlug dabei einen Drei-Run-Homerun. Für die Yankees ist es die neunte Play-off-Teilnahme in zehn Spielzeiten.

Die Los Angeles Dodgers gewannen mit 4:1 gegen die Cincinnati Reds und sicherten sich ebenfalls einen Platz in der Postseason.

Die wichtigsten Entwicklungen des Tages kompakt

  • Iran-Krieg: Die regionale Eskalation treibt die Energiepreise weiter nach oben.
  • Öl: Brent steigt auf mehr als 108 US-Dollar pro Barrel.
  • Saudi-Arabien: Die Huthi greifen erneut Ziele an und erhöhen den Druck auf die saudische Energieinfrastruktur.
  • Hormus: Gespräche über die Sicherheit der wichtigsten Ölroute der Welt kommen nicht voran.
  • Bab al-Mandab: Die Huthi bauen ihre strategische Position am Roten Meer weiter aus.
  • Gaza: Die UN warnt nach dem Fund von Hunderten Leichen unter Trümmern vor möglichen Kriegsverbrechen.
  • Ukraine: Russland und die Ukraine greifen trotz angekündigter Deeskalation weiterhin Energie- und Treibstoffanlagen an.
  • NATO: Ein italienischer Kampfjet schießt eine Drohne über Litauen ab.
  • Deutschland: Die AfD liegt in einer aktuellen Umfrage mit 29 Prozent deutlich vor CDU/CSU mit 18 Prozent.
  • Merz: Der Bundeskanzler steht nach dem AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt und schlechten Umfragewerten weiter unter Druck.
  • USA: Der Supreme Court stoppt vorerst Trumps neue Einschränkungen der Briefwahl.
  • China: Neue Ausreise- und Sicherheitsregeln treten in Kraft.
  • Sudan: Das Welternährungsprogramm warnt vor einer dramatischen Finanzierungslücke.
  • EU: Das Europäische Parlament verschärft den Kurs beim CO2-Grenzausgleich.
  • USA: Die Regierung baut weitere Klimaschutzauflagen für Kraftwerke ab.
  • Finanzmärkte: Globale Anleiherenditen erreichen den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008.
  • KI: Der Wettbewerb um KI-Chips, Rechenzentren und leistungsfähige Modelle verschärft sich.
  • Kultur: „The Pitt“ gewinnt erneut den Emmy als beste Dramaserie.
  • Sport: München erhält das Champions-League-Finale 2028, Barcelona das Finale 2029.

Quellen