Rattengift in Babynahrung

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Alarmstufe Rot bei Babynahrung: Erpressungsversuch gegen HiPP mit Rattengift

Veröffentlicht am 19. April 2026

Ein schockierender Kriminalfall versetzt derzeit Eltern in Österreich und den angrenzenden Nachbarstaaten in Alarmbereitschaft. Unbekannte Täter versuchen den renommierten Babynahrungshersteller HiPP zu erpressen. Dabei schrecken die Täter nicht davor zurück, die Gesundheit der kleinsten Konsumenten aufs Spiel zu setzen: In mindestens einem Gläschen wurde lebensgefährliches Rattengift nachgewiesen.

Fund im Burgenland löst Großeinsatz aus

Die Polizei im österreichischen Bundesland Burgenland bestätigte am späten Samstagabend, dass ein Kunde ein verdächtiges Gläschen gemeldet hatte. Erste Laboranalysen erhärteten den grausamen Verdacht – das Produkt war mit einer toxischen Substanz versetzt worden. Glücklicherweise kam es laut Behördenangaben bisher zu keinem Verzehr durch ein Kind.

Das Unternehmen HiPP reagierte umgehend und sprach von einem „externen kriminellen Eingriff“. Als Vorsichtsmaßnahme wurde bereits am Freitagabend das gesamte Sortiment der Babykostgläschen aus den Regalen der österreichischen Spar-Supermärkte zurückgezogen.

Warnsignale: Worauf Eltern jetzt achten müssen

Die Ermittler gaben Details zur Arbeitsweise der Erpresser bekannt. Betroffene Gläschen – konkret wurde das Produkt „Karotte mit Kartoffel“ (190 Gramm) genannt – sollen gezielt manipuliert worden sein. Eltern werden aufgefordert, auf folgende Merkmale zu achten:

  • Kennzeichnung: Manipulierte Gläser könnten mit einem weißen Aufkleber und einem roten Kreis markiert sein.
  • Symptome: Rattengift wirkt zeitverzögert auf die Blutgerinnung. Anzeichen können Zahnfleischbluten, Nasenbluten, blaue Flecken oder Blut im Stuhl sein.
  • Handlungsempfehlung: Bei Verdacht auf Verzehr muss sofort medizinische Hilfe aufgesucht werden. Verdächtige, ungeöffnete Gläser sollten keinesfalls entsorgt, sondern der nächsten Polizeidienststelle übergeben werden.

Internationale Ausmaße der Drohung

Während der Fokus zunächst auf Österreich lag, weitete sich die Gefahr schnell aus. Die Polizei berichtet mittlerweile von sichergestellten, verdächtigen Produkten in Tschechien und der Slowakei. In diesen Fällen ergaben erste Untersuchungen ebenfalls das Vorhandensein giftiger Zusatzstoffe.

Das Traditionsunternehmen HiPP, das seinen Sitz im schweizerischen Sachseln hat und ursprünglich aus Bayern stammt, betont die Lebensgefahr, die von den manipulierten Produkten ausgeht. Die Behörden ermitteln unter Hochdruck wegen versuchter schwerer Erpressung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit.