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Unwetterlage über Deutschland: Gewitterlinie zieht über den Süden hinweg
Augsburg – 28. August 2026. Eine markante Wetterlage zieht am Freitag über Deutschland hinweg. Auf der von Meteopool bereitgestellten Radarkarte ist eine großräumige, teils sehr aktive Gewitterzone zu erkennen, die sich vom Südwesten Europas über die Schweiz und Süddeutschland weiter nach Nordosten erstreckt. Die Karte zeigt zahlreiche registrierte Blitzaktivitäten und besonders kräftige Niederschlagsbereiche.

DWD warnt vor schweren Gewittern und Sturmböen
Die aktuelle Lageeinschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bestätigt die auf der Radarkarte erkennbare dynamische Wetterentwicklung. Der DWD meldete am Freitagmorgen verbreitet Schauer und Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Besonders im Südosten Deutschlands besteht demnach Unwettergefahr.
Im Tagesverlauf können Gewitter vor allem in Baden-Württemberg und Bayern deutlich an Intensität gewinnen. Für den Südosten Bayerns nennt der DWD dabei ein erhebliches Schadenspotenzial: Möglich sind heftiger Starkregen, größerer Hagel sowie schwere Sturm- bis Orkanböen von 100 bis über 120 km/h. Auch außerhalb des Südostens können Gewitter mit Sturmböen und Starkregen auftreten.
Wetterfront erreicht auch Schwaben
Für Bayern prognostiziert der DWD örtliche Gewitter mit Starkregen von etwa 20 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Sturmböen zwischen 70 und 85 km/h sowie Hagel. Vereinzelt sind unwetterartige Entwicklungen mit mehr als 25 Litern Regen pro Quadratmeter und schweren Sturmböen bis 100 km/h möglich.
Für das südliche Alpenvorland und Niederbayern wird die Situation besonders kritisch eingeschätzt. Dort können lokal bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagel und Böen bis etwa 120 km/h auftreten.
Auch abseits der eigentlichen Gewitter kann es am Freitag zeitweise kräftigen Wind geben. Der DWD erwartet in Bayern vorübergehend starke bis stürmische Böen von etwa 50 bis 70 km/h, an den Alpen teilweise deutlich stärkere Böen.
Was die Radarkarte zeigt
Auf dem vorliegenden Meteopool-Bild ist eine langgestreckte, von Südwest nach Nordost ausgerichtete Gewitterzone zu sehen. Besonders auffällig sind die gelben, orangen und roten Bereiche im Bereich der Schweiz und des südwestlichen beziehungsweise südlichen Deutschlands. Die zahlreichen farbigen Kreise markieren die in der Karte dargestellten Blitz-/Gewitteraktivitäten.
Die Darstellung ist dabei keine Schadenskarte. Aus den Farben und Blitzsymbolen lässt sich nicht ableiten, dass an jedem markierten Ort bereits Schäden entstanden sind. Sie zeigt vielmehr die aktuelle meteorologische Aktivität. Meteopool stellt unter anderem Radar-, Blitzortungs- und Mesozyklonen-Daten auf seiner Live-Karte bereit.
Schäden sind möglich – aber nicht jeder kräftige Radarecho bedeutet einen Schaden
Bei derartigen Gewitterzellen können innerhalb kurzer Zeit unterschiedliche Gefahren zusammenkommen. Dazu gehören:
- umstürzende Bäume und herabfallende Äste,
- Schäden an Dächern und Fassaden,
- Verkehrsbehinderungen,
- Überflutungen von Straßen und Kellerräumen,
- Hagelschäden an Fahrzeugen und Gebäuden,
- Stromausfälle durch Blitzschlag oder beschädigte Leitungen,
- gefährliche Bedingungen für den Straßenverkehr.
Ob und wo bereits konkrete Schäden eingetreten sind, lässt sich aus der gezeigten Wetterkarte allein jedoch nicht feststellen. Dafür wären Meldungen von Feuerwehren, Polizei, Leitstellen, Kommunen oder seriösen lokalen Quellen erforderlich.
Lage bleibt am Nachmittag dynamisch
Der DWD erwartet, dass sich die Gewitteraktivität im Tagesverlauf weiter ausbreitet. Besonders im Süden und Südosten können die Gewitter kräftig bis unwetterartig ausfallen. Im Laufe der Nacht zum Samstag soll die Gewitterintensität insgesamt nachlassen; im Südosten Bayerns können Gewitter allerdings noch bis in die zweite Nachthälfte anhalten.
Für die Bevölkerung gilt daher: Aktuelle amtliche Warnungen beachten, bei aufziehenden Gewittern geschützte Räume aufsuchen und unnötige Aufenthalte im Freien vermeiden. Die jeweils aktuelle Warnsituation veröffentlicht der Deutsche Wetterdienst über seine Warnkarten.
Quellen: Deutscher Wetterdienst (DWD), aktuelle Warnlageberichte und Warnkarten; Meteopool Live-Wetterkarte.
