AfD: Kritische Beschäftigung

AfD-Abgeordneter Andreas Jurca in der Kritik: Langjährige Beschäftigung eines verurteilten Vergewaltigers

Veröffentlicht am 2. April 2026 | Politik & Aktuelles

Der bayerische AfD-Landtagsabgeordnete Andreas Jurca steht vor einer massiven Kontroverse bezüglich seiner Personalauswahl. Berichten von Focus Online zufolge beschäftigt Jurca in seinem offiziellen Büro einen Mann, der wegen einer schweren Sexualstraftat rechtskräftig verurteilt wurde. Besonders pikant: Der Mitarbeiter ist bereits seit der letzten Legislaturperiode für den Politiker tätig und wird über öffentliche Mittel finanziert.

Details zur strafrechtlichen Vergangenheit

Bei dem Angestellten handelt es sich um eine Person, die von einem bayerischen Landgericht wegen Vergewaltigung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden war. Da das Urteil ohne Bewährung ausgesprochen wurde, verbüßte der Mann eine längere Zeit im Gefängnis. Trotz dieser schwerwiegenden Tat entschied sich Andreas Jurca dazu, den Mann fest in seinen Stab zu integrieren. Diese Entscheidung sorgt nun für erhebliche Unruhe innerhalb des bayerischen Landtags, da Mitarbeiter von Abgeordneten weitreichende Zutrittsberechtigungen zum Parlamentsgebäude erhalten.

„Während die AfD öffentlich oft maximale Härte gegen Straftäter fordert, wirft die Personalie von Andreas Jurca Fragen zur moralischen Glaubwürdigkeit der Fraktion auf.“

Reaktionen der anderen Fraktionen

Abgeordnete der CSU, der Grünen und der SPD zeigen sich entsetzt über die Fortdauer des Beschäftigungsverhältnisses. Es wird kritisiert, dass ein verurteilter Sexualstraftäter in einem Umfeld arbeitet, in dem täglich zahlreiche junge Frauen, darunter Praktikantinnen und Verwaltungsmitarbeiterinnen, tätig sind. Kritiker fordern eine Überprüfung der Sicherheitsmechanismen im Landtag, da Abgeordnete zwar frei in ihrer Personalentscheidung sind, das Hausrecht und die Sicherheit aller Anwesenden jedoch Vorrang haben müssten.

Andreas Jurca selbst verteidigt die Anstellung oft unter dem Aspekt der Resozialisierung. Aus der AfD-Fraktion heißt es zudem, dass die Verantwortung für die Auswahl der Mitarbeiter ausschließlich beim jeweiligen Abgeordneten liege. Dennoch bleibt der Fall politisch hochexplosiv, da die Gehälter dieser Mitarbeiter direkt aus Steuergeldern über das Landtagsamt ausgezahlt werden.

Finanzierung und Konsequenzen

Die Debatte hat nun auch eine Diskussion über die Verwendung der Abgeordnetenpauschalen entfacht. Es wird geprüft, ob für Personen mit solch schwerwiegenden Vorstrafen Einschränkungen bei der Tätigkeit in Parlamentsliegenschaften möglich sind. Der Fall Jurca verdeutlicht die Spannungen zwischen der individuellen Freiheit der Abgeordneten und dem öffentlichen Interesse an der Integrität politischer Institutionen.

Quelle:
Focus Online