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Die wichtigsten Nachrichten aus aller Welt – Freitag, 18. September 2026
Stand: 18. September 2026, Nachmittag.
Der heutige Nachrichtentag wird international vor allem vom Krieg zwischen den USA und Iran, der angespannten Lage rund um die Straße von Hormus, dem Ukraine-Krieg und den russischen Parlamentswahlen bestimmt. In Deutschland stehen die Folgen des Iran-Krieges für Energiepreise, neue Entwicklungen im Verhältnis zu Russland, die Explosionsserie in Frankfurt und die Berliner Wahlkampfkriminalität im Mittelpunkt. Dazu kommen wichtige Entwicklungen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Technik, Sport und Kultur.
Philippinen: Mutmaßlicher Amoklauf an Schule – drei Tote und acht Verletzte
18. September 2026 – Banga, South Cotabato: An einer Highschool im Süden der Philippinen hat ein 16-jähriger Schüler nach bisherigen Erkenntnissen auf Mitschüler geschossen. Mindestens zwei Schüler im Alter von 14 Jahren wurden getötet. Auch der mutmaßliche Schütze starb, nachdem er sich nach der Tat selbst erschossen haben soll. Acht weitere Schüler wurden verletzt, vier von ihnen befanden sich nach Angaben örtlicher Behörden in kritischem Zustand.
Der Angriff ereignete sich an der Banga National High School in der Gemeinde Banga in der Provinz South Cotabato auf der Insel Mindanao. Nach Angaben der philippinischen Behörden fielen die Schüsse am Freitagnachmittag gegen 13:00 bis 13:30 Uhr Ortszeit. Die genaue Zahl der abgegebenen Schüsse und der vollständige Ablauf sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Mutmaßlicher Täter war selbst Schüler der Schule
Nach Angaben von Bürgermeister Albert Palencia und Gouverneur Reynaldo Tamayo handelte es sich bei dem mutmaßlichen Schützen um einen 16-jährigen Schüler der neunten Klasse. Der Jugendliche soll zunächst seinen Freunden gesagt haben, sie sollten nach Hause gehen, weil er nach dem Mittagessen seinen Plan ausführen werde. Die Freunde hätten die Aussage nach Angaben des Bürgermeisters nicht ernst genommen.
Nach dem Mittagessen soll der Jugendliche in ein benachbartes Klassenzimmer gegangen sein und dort auf Schüler geschossen haben. Nach Angaben des Bürgermeisters wurden zehn Schüler getroffen beziehungsweise von Schüssen erfasst. Zwei der Schüler starben, weitere acht wurden verletzt. Anschließend soll der 16-Jährige die Waffe gegen sich selbst gerichtet haben.
Waffe soll seinem Vater gehört haben
Nach den bisherigen Angaben der Ermittler soll der Jugendliche eine Pistole verwendet haben, die seinem Vater gehörte. Reuters berichtet unter Berufung auf den Bürgermeister, dass es sich um eine 9-mm-Pistole gehandelt habe. Der Vater soll beim philippinischen Bildungsministerium beschäftigt sein. Die Waffe sei nach diesen Angaben in einem gesicherten Behältnis aufbewahrt worden, das der Jugendliche offenbar gewaltsam geöffnet habe.
Die Behörden untersuchen nun insbesondere, wie der Minderjährige an die Schusswaffe gelangen konnte und ob bei der Aufbewahrung der Waffe Sicherheitsvorschriften verletzt wurden. Der Gouverneur von South Cotabato rief Waffenbesitzer dazu auf, Schusswaffen so aufzubewahren, dass Minderjährige keinen Zugriff darauf haben.
Online-Aktivitäten des Jugendlichen werden untersucht
Ein weiterer Schwerpunkt der Ermittlungen sind die Online-Aktivitäten des Jugendlichen. Nach Angaben örtlicher Behörden soll er Mitglied beziehungsweise Nutzer einer sogenannten „True Crime Community“ gewesen sein. Die Polizei untersucht nach eigenen Angaben, welche Inhalte dort geteilt wurden und ob ein Zusammenhang mit der Tat besteht.
Diese Angaben sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Aus der bloßen Mitgliedschaft oder Aktivität in einer Online-Gruppe lässt sich noch keine Ursache für die Tat ableiten. Auch ein konkreter Zusammenhang zwischen der Online-Aktivität und dem Motiv des Jugendlichen ist bislang nicht abschließend nachgewiesen.
Motiv bislang ungeklärt
Warum der Jugendliche seine Mitschüler angegriffen hat, ist bislang nicht abschließend bekannt. Behörden untersuchen sowohl den Ablauf der Tat als auch das soziale Umfeld, mögliche Online-Aktivitäten und den Zugang zur Schusswaffe.
Nach Angaben des Bürgermeisters gab es zunächst keine bestätigten Hinweise darauf, dass der Jugendliche wegen Mobbings angegriffen habe. Solche frühen Angaben können sich im Verlauf der Ermittlungen noch verändern.
Schule und Gemeinde reagieren
Nach dem Angriff wurden die Präsenzveranstaltungen an den Schulen der Gemeinde zunächst ausgesetzt. Das philippinische Bildungsministerium erklärte, die Sicherheit und das Wohlergehen der Schülerinnen und Schüler hätten höchste Priorität. Die Behörde arbeitet mit Polizei und lokalen Behörden zusammen und kündigte psychologische Ersthilfe und weitere psychosoziale Unterstützung für Betroffene an.
Nach Angaben des Bildungsministeriums soll der Präsenzunterricht in Banga zunächst bis zum 21. September ausgesetzt bleiben. Gleichzeitig wurde die Bevölkerung aufgefordert, keine unbestätigten Informationen über die Tat zu verbreiten.
Dritter tödlicher Schulangriff auf den Philippinen seit Juni
Besondere Aufmerksamkeit erhält der Angriff auch deshalb, weil es sich nach Angaben mehrerer Nachrichtenagenturen bereits um den dritten tödlichen Schusswaffenangriff an einer philippinischen Schule seit Juni handelt.
Im Juni waren bei einem Angriff an einer öffentlichen Highschool in Tacloban mindestens drei Schüler getötet und rund 20 weitere verletzt worden. Im August soll ein Schüler in Zamboanga einen Mitschüler in einem Klassenzimmer erschossen und die Tat anschließend selbst mit dem Tod beendet haben.
Die jüngste Serie von Angriffen hat auf den Philippinen eine Debatte über Schulsicherheit, den Zugang Minderjähriger zu Schusswaffen und den Einfluss gewaltbezogener Online-Inhalte ausgelöst. Anfang September wurden landesweit Übungen für den Umgang mit bewaffneten Angriffen und anderen Gefahren an Schulen durchgeführt.
Behörden warnen vor Spekulationen
Die genaue Opferzahl war am Freitag zunächst unklar und wurde im Tagesverlauf mehrfach korrigiert. Frühere Meldungen örtlicher Stellen nannten teilweise deutlich andere Zahlen. Nach dem derzeit übereinstimmenden Stand mehrerer etablierter Nachrichtenagenturen und Behörden sind zwei 14-jährige Schüler sowie der 16-jährige mutmaßliche Täter tot. Acht weitere Schüler wurden verletzt.
Die Ermittlungen laufen. Insbesondere das Motiv, die Herkunft und sichere Aufbewahrung der Waffe sowie mögliche Online-Kontakte des Jugendlichen sollen weiter untersucht werden.
Stand: 18. September 2026. Die Angaben können sich aufgrund der laufenden Ermittlungen und der zunächst widersprüchlichen Opferzahlen noch ändern.
Quellen
- Reuters – Philippine teen kills two students, then himself in school shooting
- Associated Press – Shooting at high school in the Philippines leaves 2 students and gunman dead
- Philippine News Agency – Safety top priority amid reported South Cotabato school shooting
- Philippine News Agency – Gunman dead, 4 classmates hurt in S. Cotabato campus shooting
- Al Jazeera – Philippines school shooting leaves at least three dead, including gunman
- SRF – Drei Tote nach Schüssen an Schule auf den Philippinen
1. Iran-Krieg: Straße von Hormus bleibt gefährlicher Krisenherd
Die Lage rund um die Straße von Hormus hat sich weiter zugespitzt. Iran erklärte am Freitag, einen unter der Flagge Togos fahrenden Öltanker getroffen zu haben. Teheran begründete den Angriff mit einem angeblich unerlaubten Transit durch die strategisch wichtige Meerenge.
Auch die britische Maritime Trade Operations meldete mehrere Zwischenfälle mit Tankern und Projektilen. Die einzelnen Vorfälle konnten zunächst nicht unabhängig bestätigt werden.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Energieverbindungen der Welt. Der Schiffsverkehr liegt inzwischen deutlich unter dem üblichen Niveau. Nach vorläufigen Daten passierten am Donnerstag lediglich vier Frachtschiffe die Meerenge; der Zehn-Tage-Durchschnitt lag bei 16. Damit nehmen die Risiken für Öl- und Gasversorgung, Versicherungen und internationale Lieferketten weiter zu.
Parallel versuchen einzelne Reedereien, alternative Routen und Umladungen zu nutzen. Besonders Oman entwickelt sich zu einem wichtigen Ausweichpunkt für Öltransporte.
2. Iran-Krieg: Ölpreis und Treibstoffkosten bleiben unter Druck
Die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten wirken sich unmittelbar auf die globalen Energiemärkte aus. Der Ölpreis für Brent lag im Wochenverlauf zeitweise über 109 US-Dollar pro Barrel.
In Deutschland erreichte der Dieselpreis nach Angaben des ADAC am Donnerstag einen neuen Höchststand. Im Bundesdurchschnitt kostete der Liter Diesel zuletzt 2,471 Euro. Beim Benzin gab es dagegen einen leichten Rückgang.
Die hohen Energiepreise erhöhen den Druck auf Verbraucher, Speditionen und energieintensive Unternehmen. Gleichzeitig beraten die EU-Finanzminister über mögliche Entlastungen.
3. Iran und USA: Trump vor schwieriger internationaler Debatte
US-Präsident Donald Trump muss sich in den kommenden Tagen auf wachsenden internationalen Druck wegen des Iran-Krieges einstellen. Bei der bevorstehenden UN-Generalversammlung in New York werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs zusammentreffen.
Der Konflikt hat inzwischen Auswirkungen weit über den Nahen Osten hinaus. Neben den Energiepreisen geht es um die Sicherheit internationaler Handelswege, die Rolle der USA, die Zukunft der iranischen Atompolitik und die Gefahr einer weiteren Ausweitung des Krieges.
4. Jemen: 112.000 Menschen durch neue Kämpfe vertrieben
Die Gewalt im Jemen hat sich weiter verschärft. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration wurden zuletzt mindestens 112.000 Menschen innerhalb des Landes vertrieben. Fast 3.000 Menschen flohen über das Meer nach Dschibuti.
Im Mittelpunkt der Kämpfe stehen Gebiete an der jemenitischen Westküste. Die mit Iran verbündeten Huthi haben dort ihre Positionen ausgebaut. Saudi-Arabien und jemenitische Kräfte reagierten mit Luftangriffen.
Die Entwicklung ist auch für die internationale Schifffahrt von Bedeutung, weil die Region den Zugang zur Meerenge Bab al-Mandab kontrolliert.
5. Ukraine: Neue russische Drohnen- und Raketenangriffe
Der Krieg in der Ukraine geht mit hoher Intensität weiter. Bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen wurden nach ukrainischen Angaben in und um Kiew 19 Menschen verletzt, darunter Kinder.
Die Ukraine griff gleichzeitig Ziele auf russischem Gebiet an. Nach ukrainischen Angaben wurden unter anderem eine Ölraffinerie bei Jaroslawl und ein Militärflugplatz in der Region Rostow getroffen.
Auch die Schifffahrt im Schwarzen Meer ist betroffen. Ein russischer Drohnenangriff traf nach Berichten ein unter tansanischer Flagge fahrendes Schiff. Der Kapitän kam dabei ums Leben, mehrere Besatzungsmitglieder wurden verletzt.
6. Ukraine: Regionalgipfel mit acht Staaten
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj empfängt heute Vertreter mehrerer mittel- und osteuropäischer Staaten zum ersten Gipfel der sogenannten „Carpathian Eight“.
Beteiligt sind die Ukraine, Rumänien, Serbien, Polen, die Slowakei, Tschechien, Österreich und Ungarn. Auch die Europäische Union ist eingebunden.
Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Sicherheit, Energie, Logistik und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Die Gespräche finden vor dem Hintergrund stockender US-vermittelter Friedensbemühungen statt.
7. Polen warnt vor möglichen russischen Hybridangriffen
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk warnt vor möglichen russischen Drohnen- oder Raketenangriffen gegen europäische Staaten, die die Ukraine unterstützen.
Tusk reist nach Kiew, um mit Selenskyj über die Sicherheitslage und weitere Maßnahmen gegen Drohnenbedrohungen zu beraten. Polen befürchtet nach eigenen Angaben insbesondere Aktionen, die als Zwischenfälle oder Unfälle dargestellt werden könnten.
Die Äußerungen sind eine politische und sicherheitspolitische Warnung; ein konkret bevorstehender russischer Angriff auf Polen oder einen anderen NATO-Staat ist damit nicht festgestellt.
8. Russland: Parlamentswahl beginnt
In Russland hat heute eine dreitägige Parlamentswahl begonnen. Es ist die erste reguläre Wahl zur Staatsduma seit Beginn der großangelegten russischen Invasion der Ukraine im Jahr 2022.
Parteien und Kandidaten, die den Krieg deutlich kritisieren, sind weitgehend von der Wahl ausgeschlossen. Die Abstimmung wird deshalb von internationalen Beobachtern und russischen Oppositionskräften kritisch betrachtet.
Präsident Wladimir Putin stellt die Wahl zugleich als wichtigen Gradmesser für die Unterstützung seiner Politik dar. Die Ergebnisse werden am Sonntag und Montag erwartet.
9. Russland: Wirtschaft zunehmend durch Krieg belastet
Die russische Kriegswirtschaft zeigt nach Einschätzung mehrerer Ökonomen zunehmende strukturelle Belastungen. Die hohen Militärausgaben haben das Haushaltsdefizit deutlich erhöht, während Reserven zurückgehen.
Die russische Wirtschaft profitiert kurzfristig von den hohen Energiepreisen. Gleichzeitig belasten Arbeitskräftemangel, hohe Zinsen, Sanktionen und eingeschränkter Zugang zu westlicher Technologie die langfristige Entwicklung.
10. Russland: Nestlé und Auchan unter staatlicher Zwangsverwaltung
Der Kreml hat die Russland-Geschäfte des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé und des französischen Handelskonzerns Auchan unter vorübergehende staatliche Verwaltung gestellt.
Die Maßnahme erfolgte per Dekret von Präsident Wladimir Putin. Russland nutzt seit 2023 gesetzliche Möglichkeiten, um Vermögenswerte westlicher Unternehmen aus sogenannten „unfreundlichen Staaten“ unter staatliche Kontrolle zu bringen.
Nestlé erklärte, das Unternehmen prüfe die Situation und wolle seine geschäftlichen Interessen sowie seine Beschäftigten schützen.
11. Deutschland: Russische Botschafts- und Konsulatskrise
Das russische Generalkonsulat in Bonn ist geschlossen worden. Hintergrund ist der Streit über einen Drohnenvorfall in Leipzig.
Deutschland reagiert damit auf den Vorwurf, dass Russland für den betreffenden Vorfall verantwortlich sein könnte. Außenminister Johann Wadephul bezeichnete die Schließung als harte Reaktion, betonte jedoch gleichzeitig, dass der Dialog mit Russland fortgesetzt werden solle.
12. Frankfurt: Serie von Explosionen beschäftigt Ermittler
Die Explosionsserie im Rhein-Main-Gebiet bleibt eines der wichtigsten deutschen Kriminalthemen. In Frankfurt detonierten am Donnerstagmorgen erneut Sprengsätze vor einem Café auf der Berger Straße und vor einer Shisha-Bar an der Zeil.
Die Explosionen verursachten erhebliche Sachschäden. Nach bisherigen Angaben wurden dabei keine Menschen verletzt. Die Polizei nahm eine Person fest.
Die Ermittler prüfen einen Zusammenhang mit mehreren früheren Explosionen. Hessens Innenminister Roman Poseck geht davon aus, dass die Taten dem Umfeld organisierter Kriminalität zugeordnet werden könnten. Die Ermittlungen laufen.
13. Frankfurt: Weiterer Todesfall nach Malaria-Infektion
In Frankfurt ist ein weiterer Mensch nach einer Malaria-Infektion gestorben. Die Erkrankungen stehen nach bisherigen Erkenntnissen mit eingeschleppten Malaria-Mücken im Umfeld des Frankfurter Flughafens in Verbindung.
Insgesamt wurden in diesem Sommer mehrere Infektionen festgestellt. Unter den Erkrankten befinden sich Beschäftigte des Flughafens und Anwohner des Stadtteils Schwanheim.
Das Frankfurter Gesundheitsamt bewertet das allgemeine Risiko für die Bevölkerung weiterhin als sehr gering. Es wird dennoch empfohlen, auf geeigneten Mückenschutz zu achten.
14. Deutschland: Diesel erreicht Rekordpreis
Die Folgen des Iran-Krieges sind inzwischen unmittelbar an deutschen Tankstellen zu sehen. Nach einer Auswertung des ADAC kostete Diesel zuletzt durchschnittlich 2,471 Euro pro Liter und erreichte damit einen neuen Höchststand.
Die Bundesregierung und die EU diskutieren über mögliche Entlastungen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil wirbt auf europäischer Ebene unter anderem für eine Übergewinnsteuer.
15. Deutschland: Debatte über Entlastung bei den Spritpreisen
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat konkrete Entlastungen für Autofahrer und Speditionen ins Gespräch gebracht. Im Raum steht eine Entlastung von bis zu 25 Cent je Liter.
Welche Maßnahmen tatsächlich beschlossen werden, ist offen. Die Diskussion dreht sich unter anderem um Energiesteuern, eine mögliche Übergewinnsteuer und direkte Entlastungen.
16. Deutschland: DAX unter Druck
Der deutsche Aktienmarkt steht zum Wochenschluss unter Druck. Der DAX bewegte sich in der Nähe der Marke von 26.000 Punkten.
Obwohl die Rohölpreise zuletzt etwas nachgaben, bleiben Anleger angesichts der geopolitischen Risiken vorsichtig. Zusätzlich sorgen steigende Erzeugerpreise für Sorgen über eine weiterhin hohe Inflation.
17. EU: Übergewinnsteuer wegen hoher Energiepreise diskutiert
Die EU-Finanzminister beraten heute in Dublin über mögliche Maßnahmen gegen die stark gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreise.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil bringt eine europäische Übergewinnsteuer für Energieunternehmen ins Gespräch. Der Vorschlag ist politisch und unter Ökonomen umstritten.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Verbraucher und Unternehmen kurzfristig entlastet werden können, ohne gleichzeitig neue wirtschaftliche Probleme zu schaffen.
18. EU: Impfquoten bei Kindern sinken
Eine neue Untersuchung zeigt einen Rückgang der Impfquoten bei Kindern in zahlreichen EU-Staaten. Auch Deutschland ist betroffen.
Als wesentliche Ursache wird unter anderem die Corona-Pandemie genannt. Gesundheitsbehörden beobachten die Entwicklung mit Sorge, weil sinkende Impfquoten den Schutz vor vermeidbaren Infektionskrankheiten schwächen können.
19. Berlin: Mehr als 1.200 beschädigte Wahlplakate
Der Berliner Wahlkampf wird von zahlreichen Straftaten begleitet. Seit Anfang August registrierte die Polizei mehr als 1.200 beschädigte Wahlplakate sowie 39 Angriffe auf Parteimitglieder und Wahlkämpfer.
Besonders häufig betroffen war nach Angaben der Polizei die AfD. Gleichzeitig meldeten auch andere Parteien Übergriffe und Sachbeschädigungen.
Die Zahlen zeigen, dass politische Auseinandersetzungen im Berliner Wahlkampf teilweise von Sachbeschädigungen und körperlichen Angriffen begleitet werden.
20. Japan: Bank of Japan erhöht Leitzins auf höchsten Stand seit 31 Jahren
Die Bank of Japan hat ihren Leitzins auf den höchsten Stand seit 31 Jahren angehoben. Die japanische Notenbank versucht damit, die Währung und die wirtschaftliche Entwicklung zu stabilisieren.
Der Yen reagierte zunächst jedoch mit Schwäche. An den Finanzmärkten wird vor allem darauf geachtet, ob die japanische Notenbank weitere Zinsschritte folgen lässt.
21. USA: Federal Reserve erhöht Leitzins
Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben.
Die Entscheidung steht vor dem Hintergrund weiterhin hoher Inflationsrisiken. Die hohen Energiepreise infolge des Iran-Krieges erhöhen den Inflationsdruck zusätzlich.
US-Präsident Donald Trump fordert dagegen niedrigere Zinsen und kritisiert die Geldpolitik der Federal Reserve.
22. USA und China: Trump und Xi treffen sich kommende Woche
US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping sollen sich am 24. September in den USA treffen.
Erwartet werden Gespräche über Handel, künstliche Intelligenz, Halbleiter, Taiwan und die internationale Sicherheitslage.
Das Treffen findet in einer Phase statt, in der Washington und Peking gleichzeitig wirtschaftlich und technologisch miteinander konkurrieren und in einigen Bereichen weiterhin nach Möglichkeiten für Zusammenarbeit suchen.
23. China: Peking drängt Iran zu Zurückhaltung der Huthi
China versucht nach aktuellen Berichten, Iran zu einer stärkeren Kontrolle seiner Verbündeten im Jemen zu bewegen. Hintergrund sind die erheblichen Auswirkungen der Kämpfe auf die globalen Energie- und Schifffahrtsmärkte.
Peking ist sowohl an stabilen Ölpreisen als auch an sicheren Handelswegen interessiert. Eine länger andauernde Unterbrechung der wichtigsten Schifffahrtswege könnte auch die chinesische Wirtschaft treffen.
24. Taiwan: Neue gemeinsame Drohnen- und Raketenübungen
Taiwan hat umfangreiche Militärübungen durchgeführt, bei denen erstmals verschiedene Drohnensysteme mit konventionellen Raketen- und Verteidigungssystemen kombiniert wurden.
Die Übungen finden unmittelbar vor dem geplanten Treffen von Donald Trump und Xi Jinping statt. Taiwan baut seine Fähigkeiten zur Abwehr möglicher Angriffe und zur Nutzung unbemannter Systeme weiter aus.
25. Nahost: Schifffahrt durch Hormus und Bab al-Mandab stark beeinträchtigt
Neben der Straße von Hormus ist auch die Meerenge Bab al-Mandab zunehmend von den Konflikten betroffen. Beide Wasserwege gehören zu den strategisch wichtigsten Handelsrouten der Welt.
Nach aktuellen Schifffahrtsdaten lag der Verkehr durch Hormus deutlich unter dem üblichen Zehn-Tage-Durchschnitt. Gleichzeitig wurden am Bab al-Mandab ebenfalls weniger Handelsschiffe registriert als normalerweise.
Die gleichzeitige Belastung beider Routen erhöht die Risiken für die weltweiten Energie- und Lieferketten.
26. Afrika: 37 mutmaßliche illegale Bergleute in Nigeria gestorben
Im zentralen Nigeria sind 37 Menschen gestorben, die wegen mutmaßlich illegaler Bergbauaktivitäten festgehalten worden waren.
Die Todesfälle ereigneten sich nach Angaben des Gouverneurs während der Haft. Die Umstände werden untersucht. Der Fall wirft erneut Fragen nach den Bedingungen für Menschen auf, die in Nigerias informellem Bergbausektor tätig sind.
27. Afrika: Ethiopian Airlines kehrt nach Durban zurück
Die größte Fluggesellschaft Afrikas, Ethiopian Airlines, kündigte die Rückkehr auf die Strecke Addis Abeba–Durban an. Ab Dezember sollen wieder tägliche Verbindungen angeboten werden.
Die Verbindung war seit 2017 eingestellt. Die Wiederaufnahme ist für die regionale Tourismus- und Wirtschaftsvernetzung zwischen Südafrika und Ostafrika von Bedeutung.
28. Wissenschaft: Körber-Preis für finnische Zellforscherin
Die finnische Zellbiologin Sara Wickström erhält heute den Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft.
Wickström untersucht seit Jahren, wie sich Zellen unter mechanischem Druck verhalten. Die Forschung ist unter anderem für das Verständnis von Gewebeentwicklung und Krebs von Bedeutung.
29. Medizin: Chronischer Stress und Herzgesundheit
Eine neue Forschungsarbeit untersucht die Auswirkungen chronischen Stresses auf das Herz. Wissenschaftler des Imperial College London berichten über Hinweise darauf, dass anhaltender Stress mit entzündlichen Veränderungen und strukturellen Veränderungen des Herzgewebes verbunden sein kann.
Die Ergebnisse ergänzen die bisherige Forschung zu den langfristigen gesundheitlichen Folgen chronischer Belastung. Sie bedeuten nicht, dass Stress bei einzelnen Menschen automatisch eine Herzerkrankung verursacht.
30. Medizin: Neue Forschung zu Schlangengift-Gegengift
Forscher arbeiten an einem experimentellen Gegengift, das gegen mehrere unterschiedliche Bestandteile von Schlangengiften wirken soll.
Ein neu entwickelter Ansatz mit sogenannten Nanokörpern zeigte in Tierversuchen Schutz gegen verschiedene Giftbestandteile von Kobras. Bis zu einem für Menschen zugelassenen breit wirksamen Gegengift sind allerdings noch weitere Forschungs- und Zulassungsschritte erforderlich.
31. KI und Medizin: Neue Ansätze bei der Arzneimittelforschung
Künstliche Intelligenz wird zunehmend für die Entwicklung neuer Medikamente eingesetzt. Forscher arbeiten daran, generative KI mit Computersimulationen und biologischen Daten zu verbinden.
Das Ziel besteht unter anderem darin, Wirkstoffkandidaten schneller zu identifizieren und deren Eigenschaften bereits vor aufwendigen Labortests vorherzusagen.
32. KI: Biosecurity wird zum internationalen Thema
Parallel zum rasanten Fortschritt bei künstlicher Intelligenz wächst die internationale Diskussion über biologische Sicherheitsrisiken. Experten beschäftigen sich unter anderem mit der Frage, wie leistungsfähige KI-Systeme bei der Entwicklung biologischer Verfahren missbraucht werden könnten.
Regierungen und Parlamente prüfen deshalb neue Regeln für KI und Biotechnologie. Dabei geht es sowohl um Forschungssicherheit als auch um den Umgang mit leistungsfähigen KI-Modellen.
33. Technologie: Neue KI-Regeln in Kalifornien
Kalifornien hat weitere gesetzliche Vorgaben für künstliche Intelligenz verabschiedet. Zu den neuen Regelungen gehören unter anderem Anforderungen an die Kennzeichnung beziehungsweise Offenlegung bestimmter KI-generierter Inhalte.
Kalifornien bleibt damit einer der wichtigsten US-Bundesstaaten für die Regulierung von KI. Die dort beschlossenen Regeln können auch Auswirkungen auf international tätige Technologieunternehmen haben.
34. Wirtschaft: Containerfrachtraten verschieben sich
Die internationalen Containerfrachtraten entwickeln sich derzeit sehr unterschiedlich. Auf einigen Transpazifik-Routen stiegen die Spotpreise deutlich, während die Preise zwischen Asien und Europa zurückgingen.
Die Entwicklung zeigt, wie stark geopolitische Konflikte, veränderte Handelsströme und die Sicherheitslage auf den Weltmeeren die Logistikbranche beeinflussen.
35. Sport: Bayern München empfängt Union Berlin
In der Fußball-Bundesliga empfängt Bayern München heute Abend Union Berlin. Anstoß in der Allianz Arena ist um 20.30 Uhr.
Bayern kann mit einem Sieg zumindest vorübergehend die Tabellenführung übernehmen. Union Berlin hat bislang erst einen Punkt aus den ersten Spielen gesammelt.
36. Sport: DFB entscheidet über Zukunft der Frauen-Bundesliga
Der Deutsche Fußball-Bund berät heute auf einem außerordentlichen Bundestag über eine mögliche Ausgliederung der Frauen-Bundesliga.
Die geplante Neustrukturierung soll der höchsten deutschen Frauen-Spielklasse neue organisatorische und wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen. Die Entscheidung wird von den Vereinen und Verbänden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.
37. Eishockey: Neue DEL-Saison beginnt
Nach dem Auftaktspiel zwischen den Eisbären Berlin und den Straubing Tigers startet heute der komplette Spielbetrieb der Deutschen Eishockey Liga.
Unter anderem treffen Red Bull München und die Adler Mannheim aufeinander. Auch die Rückkehrer aus Krefeld starten gegen die Fischtown Pinguins in die neue Saison.
38. NFL: College-Football erstmals im Wembley-Stadion
Am Samstag findet im Londoner Wembley-Stadion ein historisches College-Football-Spiel statt. Die Kansas Jayhawks treffen auf die Arizona State Sun Devils.
Damit wird erstmals ein College-Football-Spiel dieser Art im traditionsreichen Wembley-Stadion ausgetragen. Die Begegnung soll die internationale Vermarktung des amerikanischen College-Footballs weiter vorantreiben.
39. Fußball: Kylian Mbappé wechselt Ausrüster
Der französische Fußballstar Kylian Mbappé beendet seine langjährige Partnerschaft mit Nike und wechselt zum Schweizer Sportartikelunternehmen On.
Der Wechsel ist insbesondere für die internationale Expansion von On im Fußballgeschäft von Bedeutung.
40. Kultur: Irland feiert „Culture Night“
In Irland findet heute die 21. Ausgabe der „Culture Night“ statt. Museen, Theater, Galerien, Bibliotheken und andere Kulturinstitutionen bieten landesweit zahlreiche kostenlose Veranstaltungen an.
Die Veranstaltung gehört zu den größten jährlichen Kulturereignissen Irlands und verbindet klassische Kulturangebote mit Musik, Film, Kunst und lokalen Veranstaltungen.
41. Wissenschaft und Gesellschaft: Neue Weltkarte sorgt für Diskussion
Eine neue Kartenprojektion sorgt international für Aufmerksamkeit. Die sogenannte Equal-Earth-Projektion stellt die Größenverhältnisse der Kontinente realistischer dar als die jahrhundertealte Mercator-Projektion.
Die Diskussion um Kartenprojektionen ist nicht nur technisch. Karten beeinflussen auch die Wahrnehmung von Größe, Entfernung und Bedeutung einzelner Regionen.
Die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz zusammengefasst
- Iran-Krieg: Die Straße von Hormus bleibt massiv gestört; Iran meldet einen Angriff auf einen Öltanker.
- Energie: Die weltweiten Öl- und Gastransporte sind durch die Konflikte im Nahen Osten erheblich beeinträchtigt.
- Jemen: Mehr als 112.000 Menschen wurden durch die neue Gewalt vertrieben.
- Ukraine: Russland und Ukraine setzen ihre Drohnen- und Raketenangriffe fort.
- Russland: Die dreitägige Parlamentswahl hat begonnen.
- Russland/Westen: Der Kreml stellt die Russland-Geschäfte von Nestlé und Auchan unter staatliche Verwaltung.
- Deutschland: Das russische Generalkonsulat in Bonn wird geschlossen.
- Frankfurt: Die Ermittlungen zur Serie von Explosionen laufen weiter.
- Frankfurt: Ein weiterer Mensch ist nach einer Malaria-Infektion gestorben.
- Energiepreise: Diesel erreicht in Deutschland mit 2,471 Euro pro Liter einen neuen Rekord.
- EU: Finanzminister beraten über mögliche Entlastungen und eine Übergewinnsteuer.
- Berlin: Die Polizei meldet mehr als 1.200 beschädigte Wahlplakate und 39 Angriffe auf Wahlkämpfer seit Anfang August.
- USA: Die Federal Reserve hebt den Leitzins auf 3,75 bis 4,00 Prozent an.
- USA/China: Trump und Xi wollen sich am 24. September treffen.
- Japan: Die Bank of Japan erhöht den Leitzins auf den höchsten Stand seit 31 Jahren.
- Taiwan: Neue kombinierte Drohnen- und Raketenübungen.
- Wissenschaft: Die Zellforscherin Sara Wickström erhält den Körber-Preis.
- Medizin: Neue Forschung untersucht die Verbindung zwischen chronischem Stress und Herzveränderungen.
- KI: Die Nutzung künstlicher Intelligenz für Medizin und Arzneimittelforschung nimmt weiter zu.
- Sport: Bayern München empfängt Union Berlin; gleichzeitig beginnt die neue DEL-Saison.
Quellen
Tagesschau – Nachrichtenarchiv vom 18. September 2026
Tagesschau – Archiv 18.09.2026
Tagesschau – Serie von Explosionen in Frankfurt
Reuters – Schiffsverkehr in der Straße von Hormus
AP – Iran meldet Angriff auf Öltanker
Reuters – Fluchtbewegungen im Jemen
Reuters – Iran-Krieg und bevorstehende UN-Generalversammlung
The Guardian – Ukraine und Warnungen aus Polen
AP – Regionalgipfel in der Ukraine
Reuters – Russische Parlamentswahl
AP – Russische Kriegswirtschaft
AP – Nestlé und Auchan unter russischer Zwangsverwaltung
Reuters – Globale Märkte, Ölpreise und US-Geldpolitik
Reuters – Bank of Japan und globale Märkte
AFP – Sport-Höhepunkte vom 18. September 2026
Sky Sports – College Football im Wembley-Stadion
EurekAlert – Medizin und Gesundheitsforschung
Imperial College London – Chronischer Stress und Herzgesundheit
IAEA – Wissenschaftsforum und Krebsversorgung
The Guardian – Kartenprojektionen und Equal Earth
AI Legislative Update – KI-Gesetzgebung
The Naked Scientists – KI und Biosecurity
