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Putin spricht von „beispiellosem Druck“ durch den Westen
Moskau. Russlands Präsident Wladimir Putin hat dem Westen erneut vorgeworfen, sein Land gezielt unter politischen und wirtschaftlichen Druck zu setzen. Bei einem Parteikongress der Regierungspartei Einiges Russland erklärte er, Russland sehe sich einer beispiellosen Kampagne westlicher Staaten ausgesetzt. Gleichzeitig behauptete der Kremlchef, westliche Sanktionen und die Unterstützung der Ukraine seien Teil eines Versuchs, Russland zu destabilisieren.
Putin argumentierte, Russland lasse sich weder militärisch noch politisch in die Knie zwingen. Die gegen Moskau verhängten Sanktionen bezeichnete er erneut als unrechtmäßig. Zudem warf er den westlichen Staaten vor, ukrainische Angriffe auf russisches Staatsgebiet zu ignorieren, während sie ihre Strafmaßnahmen gegen Russland weiter verschärften.
Die Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Ukraine ihre Angriffe auf militärische und wirtschaftlich wichtige Ziele innerhalb Russlands ausgeweitet hat. In den vergangenen Tagen wurden unter anderem Ölraffinerien und andere Infrastruktur ins Visier genommen. Nach ukrainischen Angaben dienen diese Anlagen der Versorgung der russischen Streitkräfte.
Internationale Beobachter weisen darauf hin, dass Russland den Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar 2022 begonnen hat und die westlichen Sanktionen als Reaktion auf die Invasion verhängt wurden. Die EU, die USA und weitere Verbündete unterstützen die Ukraine zudem mit finanzieller, humanitärer und militärischer Hilfe.
Putins Rede diente zugleich der Einstimmung seiner Partei auf die bevorstehenden Parlamentswahlen. Dabei stellte er Russland erneut als Opfer westlicher Einflussnahme dar und betonte, dass das Land trotz wirtschaftlicher Belastungen seinen politischen Kurs fortsetzen werde.
Quellen
ntv: Putin spricht von „beispiellosem Druck“ durch den Westen
