30.12.2025 – 02.01.2026

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🌍 Politische & Geopolitische Entwicklungen

Ukraine-Krieg und diplomatische Friedensbemühungen

Der Jahreswechsel 2025/2026 war von intensiven diplomatischen Aktivitäten geprägt.

  • Sicherheitsgarantien: Frankreich und Großbritannien erklärten sich am 30. Dezember bereit, „robuste Sicherheitsgarantien“ für die Ukraine abzugeben, notfalls auch ohne UN- oder EU-Mandat, um einen künftigen Waffenstillstand zu überwachen (ZDFheute).

  • Trump-Friedensplan: US-Präsident Donald Trump treibt Pläne voran, die Ukraine enger an den Westen zu binden, während Russland weiterhin auf einer neutralen Pufferzone beharrt. Dies führte zu Spannungen in den Verhandlungen kurz vor Neujahr (Washington Post).

  • Militärische Lage: Über Silvester kam es zu massiven Stromausfällen in den Regionen Odessa und Wolhynien nach russischen Angriffen. In Moskau mussten Flughäfen zeitweise den Betrieb einstellen, nachdem ukrainische Drohnen abgefangen wurden (ZDFheute).

Unruhen im Iran

Im Iran weiteten sich Demonstrationen gegen die drastisch gestiegenen Lebenshaltungskosten über den Jahreswechsel massiv aus. In der Provinz Chaharmahal und Bakhtiari kam es zu tödlichen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Die Proteste, ausgelöst durch den Verfall der Währung, erfassten bis zum 31. Dezember das gesamte Land (Wikipedia/Washington Post).

Wahlen in Zentralafrika

In der Zentralafrikanischen Republik fanden am 31. Dezember wegweisende Wahlen statt. Präsident Faustin-Archange Touadéra strebt eine dritte Amtszeit an. Laut UN-Angaben verlief die Wahl weitgehend ruhig, die Ergebnisse werden für den 5. Januar erwartet (UN News/Global Issues).


💰 Wirtschaft & Finanzen

Bulgarien tritt der Eurozone bei

Am 1. Januar 2026 wurde Bulgarien das 21. Mitglied der Eurozone. Das Land verabschiedete sich von der Währung Lew. Banken in der Schweiz und Österreich (OeNB) boten spezielle Umtauschfristen für Lew-Banknoten an, um den Übergang für Reisende und Exil-Bulgaren zu erleichtern (Al Jazeera/Swissinfo).

US-Handelspolitik und Zölle

Kurz vor dem Jahreswechsel kündigte die US-Regierung unter Donald Trump an, geplante Zollerhöhungen auf Möbel und Küchenschränke um ein Jahr zu verschieben. Gleichzeitig wurden die Zölle auf bestimmte Waren aus Südkorea gesenkt, nachdem ein neues Handelsabkommen erzielt wurde (Global News/Anadolu Agency).


🕯️ Tragödien & Zwischenfälle

Brandkatastrophe in der Schweiz

Ein verheerendes Feuer in einer Bar des Skigebiets Crans-Montana überschattete die Silvesterfeierlichkeiten. Bei dem Brand und einer anschließenden Explosion kamen am Neujahrsmorgen mindestens 40 Menschen ums Leben, über 115 wurden teils schwer verletzt (Global News/Washington Post).

Terror-Nachwirkungen in Australien

In Sydney wurde das weltberühmte Feuerwerk unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt. Die Feierlichkeiten am Bondi Beach wurden jedoch abgesagt, um der 15 Opfer eines Terroranschlags zu gedenken, der sich nur zwei Wochen zuvor (am 14. Dezember) ereignet hatte (Blick/Antenne Münster).

Bankraub in Gelsenkirchen

In Deutschland meldete die Polizei am 31. Dezember einen spektakulären Einbruch: Diebe hatten sich durch eine Kellerwand in den Tresorraum einer Bank in Gelsenkirchen gebohrt und rund 3.000 Schließfächer geplündert (Washington Post).


🎆 Gesellschaft & Vermischtes

Globale Silvesterfeiern

  • Kiribati & Neuseeland: Als erste begrüßten die Bewohner des Kiritimati-Atolls um 11:00 Uhr MEZ das Jahr 2026, gefolgt von Auckland.

  • Rio de Janeiro: Die Copacabana wurde vom Guinness-Buch der Rekorde als Ort der weltweit größten Silvesterparty ausgezeichnet (ca. 5 Millionen Besucher) (Deutschlandfunk).

  • New York: Der traditionelle „Ball Drop“ am Times Square fand im Zeichen des 250. Jubiläums der US-Unabhängigkeitserklärung in den Nationalfarben Rot, Weiß und Blau statt (Blick).

Internet-Sperre in Russland

In Russland sorgten Pläne für Empörung, das mobile Internet an Silvester zeitweise abzuschalten. Offizielle Stellen bezeichneten dies als „Pause vom endlosen Konsum unnötiger Videos“, was in der Bevölkerung als Zensur gewertet wurde (Washington Post).