Der Fall Johanna G.

[FPA SWN • Graz/ Steiermark • Österreich | GGI] • Weitere Artikel zu diesem ThemaJohanna G. vermisst
Quelle: Landespolizeidirektion (LPD) Steiermark sowie der Staatsanwaltschaft Graz vom 13. und 14. Januar 2026


Zum Fall der 34-jährigen Johanna G. aus Tillmitsch gibt es am heutigen 14. Januar 2026 bedeutende neue Entwicklungen aus der Pressekonferenz der Ermittlungsbehörden

|> Wichtige Ergänzung: Der 30-jährige Manuel M. befindet sich in der Justizanstalt Graz-Jakomini

Aktueller Stand der Ermittlungen

  • Geständnis und Tathergang: Der tatverdächtige 30-jährige Cobra-Beamte hat inzwischen eingeräumt, Johanna G. am Freitagabend (9. Januar) in seinem Auto mit einem Schal erdrosselt zu haben. Er stellt dies weiterhin als „unbeabsichtigt“ im Rahmen einvernehmlicher Handlungen dar. Die Ermittler gehen jedoch von einem Tötungszeitraum zwischen 19:00 und 24:00 Uhr aus.

  • Auffindung der Leiche: Nach dem Geständnis führte der Mann die Polizei zum elterlichen Anwesen in der Südoststeiermark (Bereich Kirchberg an der Raab). Dort war die Leiche in einem Waldstück im Erdreich vergraben worden.

  • Untersuchungshaft: Gegen den Beschuldigten wurde heute offiziell die Untersuchungshaft verhängt.

  • Spuren am Tatort: In der Wohnung des Opfers fiel der Mutter auf, dass gebrauchtes Geschirr nicht abgewaschen war. Dies deutet laut Polizei darauf hin, dass Johanna G. die Wohnung am Freitagabend spontan verlassen hat.

Neue belastende Details

  • Beweismittel: Der Verdächtige gab zu, das Mobiltelefon des Opfers auf der Fahrt zwischen Leibnitz und seiner Wohnung aus dem Auto geworfen zu haben. Zudem belasteten ihn Standortdaten und Chatprotokolle schwer, nachdem er ein Treffen zunächst völlig abgestritten hatte.

  • Waffenfunde: Bei Hausdurchsuchungen wurden zwei Dienstwaffen sichergestellt, die der Beamte bereits vor Jahren (2019/2020) an anderen Dienststellen entwendet haben soll.

  • Motivforschung: Die Polizei bestätigte, dass Johanna G. in ihrem Umfeld von einer Schwangerschaft berichtet hatte. Ob dies zutrifft und ob der Polizist der Vater ist, ist derzeit Gegenstand der medizinischen Untersuchung (Obduktion). Die Ermittler prüfen, ob dies das Motiv für eine vorsätzliche Tat war.


Weitere Quellen:

  • profil.at (Stand: 14. Januar 2026)