Die EPSTEIN Files

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Quelle zu den EPSTEIN Files: Justice.gov (Department of Justice (DOJ))



⚠️ Wichtiger rechtlicher Hinweis (Disclaimer)

Das US-Justizministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass die veröffentlichten Dokumente zum Schutz von Opfern und unbeteiligten Dritten teilweise geschwärzt sind.

Warnung: Das „Entschwärzen“ der PDF-Anlagen oder das gezielte Bearbeiten der Dateien zur Identifizierung geschützter Personen kann nach internationalem Recht, deutschem Recht (u. a. Datenschutz und Schutz des persönlichen Lebensbereichs) sowie den Gesetzen zahlreicher anderer Länder strafbar sein. Die Nutzung von KI-Tools oder forensischer Software zur Rekonstruktion verborgener Daten erfolgt auf eigene Gefahr und kann schwerwiegende juristische Konsequenzen nach sich ziehen.

Der Quellserver „justice.gov“ kann, aufgrund der Masse von Daten und Abrufen, instabil werden. 


US-Justizministerium beginnt mit Massenveröffentlichung der „Epstein-Files“

WASHINGTON, D.C. – In einem beispiellosen Schritt zur Förderung der öffentlichen Transparenz hat das US-Justizministerium (DOJ) damit begonnen, zehntausende Dokumente aus den Ermittlungsakten zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein freizugeben. Die Veröffentlichung folgt auf den im November 2025 unterzeichneten „Epstein Files Transparency Act“, der die Offenlegung fast aller Regierungsunterlagen zu diesem Fall vorschreibt.

Der aktuelle Stand: Was steht zum Download bereit?

Seit dem 19. Dezember 2025 stellt das DOJ in mehreren Phasen Datenpakete auf einer eigens eingerichteten „Epstein Library“-Webseite zur Verfügung.

  • Umfang und Inhalt: Bisher wurden zehntausende Dateien veröffentlicht (einige Tranchen umfassen ca. 56 GB, wobei das Gesamtvolumen der erwarteten Daten hunderte Gigabyte beträgt). Die Dokumente beinhalten:

    • Tausende Tatortfotos: Aufnahmen aus Epsteins Anwesen in New York, Florida und den US-Jungferninseln.

    • Beweismittel-Listen: Fotos von Festplatten, versiegelten Umschlägen und Aktenordnern.

    • Flugprotokolle und Terminkalender: Details über Reisen mit Epsteins Privatjets.

    • E-Mail-Korrespondenz: Kommunikation zwischen Epstein, Ghislaine Maxwell und verschiedenen Geschäftspartnern.

    • Gerichts- und Polizeiberichte: Bisher unter Verschluss gehaltene Protokolle von Zeugenbefragungen und Ermittlungsschritte des FBI.

  • Schwärzungen: Um die Identität der Opfer zu schützen, sind viele Namen und persönliche Details geschwärzt. Das DOJ betonte, dass illegales Material (wie Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger) unter keinen Umständen veröffentlicht wird.

Der Zweck der Veröffentlichung

Die US-Regierung verfolgt mit dieser Maßnahme zwei Hauptziele:

  1. Transparenz und Vertrauen: Nach jahrelangen Spekulationen und Verschwörungstheorien rund um Epsteins Tod im Jahr 2019 und sein einflussreiches Netzwerk soll die vollständige Offenlegung das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Justiz wiederherstellen.

  2. Gesetzliche Verpflichtung: Der Epstein Files Transparency Act setzte eine strikte 30-Tage-Frist für die Herausgabe unklassifizierter Dokumente. Das DOJ unter Attorney General Pamela Bondi signalisierte, dass man dem Gesetz vollumfänglich nachkommen werde, um die „Ära der Geheimhaltung“ zu beenden.

Kontroversen und technische Hürden

Trotz des hohen Volumens an Daten gibt es Kritik. Beobachter und Kongressabgeordnete bemängeln, dass die erste Phase der Veröffentlichung primär bereits bekannte Informationen oder „unwichtige“ Fotos (wie Büromaterial oder Inneneinrichtungen) enthielt, während brisante Namen aus dem Umfeld Epsteins in vielen Dokumenten weiterhin geschwärzt sind.

Zudem gab es Berichte über technische Unregelmäßigkeiten: Einige Dateien, die kurzzeitig online waren – darunter Fotos, die prominente Persönlichkeiten wie Donald Trump in Epsteins Umfeld zeigten – wurden zeitweise entfernt und später wieder eingestellt. Das DOJ begründete dies mit der notwendigen Nachprüfung von Datenschutzrichtlinien.

In den jüngsten Veröffentlichungen des US-Justizministeriums (Stand Dezember 2025) sind zahlreiche prominente Persönlichkeiten in den Dokumenten und Fotostrecken aufgetaucht. Wichtig ist hierbei die rechtliche Einordnung: Die bloße Erwähnung oder Abbildung in den Akten bedeutet keine strafrechtliche Beschuldigung oder den Beweis für eine Mitschuld an Epsteins Verbrechen.

Hier ist eine Übersicht der am häufigsten genannten und gezeigten Namen:

Politische Akteure

  • Bill Clinton: Der ehemalige US-Präsident ist in den aktuellen Veröffentlichungen besonders präsent. Es wurden Fotos freigegeben, die ihn in einem Privatjet, in einem Pool mit Ghislaine Maxwell sowie in einem Whirlpool zeigen. Zudem tauchte ein Foto eines Gemäldes auf, das Clinton in einem blauen Kleid zeigt (gefunden in Epsteins New Yorker Anwesen).

  • Donald Trump: Der amtierende US-Präsident (2025) taucht in mehreren Dokumenten auf, darunter in Flugprotokollen und auf älteren Fotos (ca. Jahr 2000) bei Veranstaltungen in Mar-a-Lago gemeinsam mit Melania Trump und Epstein. Auch E-Mails wurden veröffentlicht, in denen Epstein über Trump schreibt.

  • Prinz Andrew (Andrew Mountbatten-Windsor): Der britische Royal wird erneut schwer belastet. Die neuen Akten enthalten Korrespondenzen von Ghislaine Maxwell mit einer Person namens „A“ sowie Fotos, die ihn in kompromittierenden Situationen (u.a. in einem Smoking auf dem Schoß mehrerer Frauen) zeigen sollen.

Unterhaltungsindustrie & Prominenz

  • Michael Jackson: Der verstorbene Popstar ist auf mehreren Fotos zu sehen, unter anderem direkt neben Jeffrey Epstein lächelnd sowie auf Gruppenbildern mit Bill Clinton und Diana Ross.

  • Kevin Spacey: Der Schauspieler taucht in Fotomaterial aus Epsteins Umfeld auf, teilweise gemeinsam mit Bill Clinton.

  • Mick Jagger: Der Rolling-Stones-Frontmann ist auf Bildern zu sehen, wie er zwischen Jeffrey Epstein und Bill Clinton sitzt.

  • Diana Ross: Die Sängerin ist auf Gruppenaufnahmen aus dem Besitz von Epstein abgebildet.

  • Chris Tucker: Der Comedian erscheint ebenfalls in den Fotodokumentationen der Ermittler.

Wirtschaft & Gesellschaft

  • Richard Branson: Der Milliardär und Virgin-Gründer wird in den Akten und auf Fotos im sozialen Kontext mit Epstein genannt.

  • Lord Peter Mandelson: Der ehemalige britische Botschafter in den USA erscheint in E-Mail-Korrespondenzen mit Epstein.

  • Sarah Ferguson: Die Herzogin von York und Ex-Frau von Prinz Andrew wird ebenfalls im Zusammenhang mit den sozialen Kreisen Epsteins erwähnt.


Was die Akten (noch) nicht sind

Bisher handelt es sich bei den Veröffentlichungen primär um investigatives Beweismaterial (Fotos, E-Mails, Flugdaten) und nicht um die oft spekulierte „offizielle Kundenliste“. Viele Namen von Opfern und unbeteiligten Dritten sind weiterhin geschwärzt.

Das DOJ hat angekündigt, innerhalb von 15 Tagen nach der ersten Veröffentlichung eine Liste aller „politisch exponierten Personen“ und Regierungsbeamten vorzulegen, die in den Akten identifiziert wurden.


Hinweis für Redaktionen: Die Veröffentlichungen dauern an. Das Justizministerium erwartet, den Prozess bis Ende des Jahres 2025 abzuschließen, da laufend neue Dokumente (insgesamt über eine Million potenzielle Seiten) gesichtet und für die Freigabe vorbereitet werden.