Fregatte aus Deutschland

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Engpässe bei der Royal Navy: Deutsche Fregatte übernimmt NATO-Führung

Nach Berichten des britischen „Telegraph“ übernimmt die deutsche Fregatte „Sachsen“ die Rolle des Flaggschiffs für einen NATO-Verband im Nordatlantik. Grund hierfür ist ein Kapazitätsmangel bei der britischen Royal Navy. Eigentlich sollte der Zerstörer HMS Dragon diese Aufgabe übernehmen, doch Premierminister Keir Starmer beorderte das Schiff ins östliche Mittelmeer, um Zypern nach iranischen Drohnenangriffen auf einen RAF-Stützpunkt zu schützen.

Diese Umplanung löste im Vereinigten Königreich scharfe Kritik aus. Da sich drei weitere Zerstörer des Typs 45 aufgrund von Antriebsproblemen in Langzeitreparaturen befinden, stehen derzeit nur zwei Schiffe dieser Klasse zur Verfügung. Kritiker, darunter der ehemalige First Sea Lord Alan West und der Abgeordnete Ben Obese-Jecty, sprechen von einem „nationalen Ärgernis“ und den Folgen jahrelanger Sparmaßnahmen. Dass nun Deutschland einspringen muss, wird als deutliches Zeichen für die schwindende Schlagkraft der einst stolzen britischen Marine gewertet.