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Polizeieinsatz in Augsburg-Oberhausen: Schussabgabe löst Großaufgebot aus
Am Freitagabend, den 09.01.2026, kam es im Bereich der Sallingerstraße und Ulmer Straße zu einem massiven Polizeieinsatz. Gegen 21.45 Uhr geriet ein 27-jähriger Mann mit einer Personengruppe in Streit. Nach aktuellen Erkenntnissen gab der Mann im Verlauf der Auseinandersetzung einen Schuss ab und flüchtete anschließend vom Tatort.
Weiträumige Absperrungen und Gebäude-Durchsuchung
Die Polizei reagierte mit einem Großaufgebot auf den Vorfall. Das Areal rund um den Oberhausener Bahnhof wurde weiträumig abgeriegelt. Um die Lage unter Kontrolle zu bringen, waren Beamte in schwerer Schutzkleidung sowie ein Diensthundeführer vor Ort. Zudem wurde das betroffene Gebäude systematisch durchsucht. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Behörden nicht; verletzt, wurde glücklicherweise niemand.
Festnahme und Sicherstellung der Waffe
Der flüchtige 27-Jährige, ein mazedonischer Staatsangehöriger, konnte kurz darauf im Nahbereich vorläufig festgenommen werden. Bei den Ermittlungen stellten die Beamten eine Schreckschusswaffe sicher. Gegen den Mann wird nun unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.
Einsatzende und Abgrenzung zu weiteren Vorfällen
Nach etwa anderthalb Stunden konnten die Absperrungen aufgehoben und der Einsatz beendet werden. Die Polizei stellte klar, dass kein Zusammenhang zu einem zeitnahen größeren Einsatz im Raum Aichach besteht.
Aktueller Ermittlungsstand und Tatverdächtiger
Die Ermittlungen des Polizeipräsidiums Schwaben Nord konzentrieren sich jetzt auf den 27-jährigen Mann mazedonischer Staatsangehörigkeit. Er wird beschuldigt, gegen 21:45 Uhr während des Streits mindestens einen Schuss aus einer Schreckschusswaffe abgegeben zu haben. Die Beamten konnten die Waffe im Rahmen der Fahndung im Nahbereich auffinden und sicherstellen.
Rechtliche Konsequenzen
Gegen den Tatverdächtigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Schwerpunkte der Ermittlungen liegen auf:
Verstößen gegen das Waffengesetz (insbesondere das Führen und Abfeuern einer Waffe ohne entsprechende Erlaubnis).
Möglichen weiteren Delikten wie Bedrohung oder Störung des öffentlichen Friedens, abhängig von den Aussagen der beteiligten Personengruppe.
Besonderer Kontext: Waffenverbot am Hauptbahnhof
Interessanterweise fiel der Vorfall in einen Zeitraum erhöhter Sicherheitspräsenz. Die Bundespolizei hatte für das betroffene Wochenende (vom 09.01., 15:00 Uhr bis zum 11.01., 03:00 Uhr) eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese untersagt das Mitführen von gefährlichen Gegenständen, Schusswaffen und Schreckschusswaffen am Augsburger Hauptbahnhof. Da sich der Einsatzort in unmittelbarer Nähe zum Oberhausener Bahnhof befand, war die Polizei in diesem Bereich ohnehin sensibilisiert.
Parallele Vorfälle in Augsburg
Die Polizei betonte erneut, dass kein Zusammenhang zu dem zeitgleichen Einsatz in Aichach besteht. Zudem gab es am Vortag (Donnerstag) einen weiteren, unabhängigen Vorfall in Haunstetten, bei dem ein 53-jähriger Mann in einem Supermarkt ebenfalls mit einer Schreckschusspistole und einem Messer festgestellt wurde. Die Häufung solcher Vorfälle führt derzeit zu einer verstärkten polizeilichen Überwachung öffentlicher Plätze in Augsburg.
