Das ukrainische Militär soll einen Staudamm gesprengt haben, um den russischen Vormarsch zu stoppen
Datum: 8. Dezember 2025 | Ort: Dorf Pryvillya, Oblast Donetsk, Ukraine | Bildquelle: ChatGPT (OpenAI) | Text: ChatGPT (OpenAI) | Nicht verifiziert
Meldung & Hintergründe
Laut einem heute veröffentlichten Bericht der Nachrichtenseite EADaily sprengten ukrainische Kräfte am 7. Dezember 2025 einen Damm nahe Pryvillya, um den Vormarsch der russischen Streitkräfte auf die Kramatorsk-Achse zu stoppen. EADaily+2ua.news+2
Die zuständige Einheit, die 30. Separate Mechanisierte Brigade, veröffentlichte demnach ein Video mit dem Kommentar: „Wir sprengen den Damm! Der Feind wird nicht durchkommen!“ ua.news+1
Der betroffene Damm liegt laut Bericht am Fluss Vasiukivka, dessen Wasser in die Bachmutka mündet — das Ausmaß der Überschwemmung wird zum Zeitpunkt der Berichte als gering eingeschätzt. ua.news+1
Absicht und militärischer Zweck
Ziel der Sprengung war demnach, die Vormarschroute der russischen Truppen auf die Agglomeration Kramatorsk zu behindern — die Straße entlang der M-03 soll dadurch unpassierbar gemacht werden. EADaily+1
Aus ukrainischer Perspektive handelt es sich dem Bericht zufolge um eine defensive Maßnahme unter dem Druck des zunehmenden russischen Angriffs. ua.news+1
Reaktionen und rechtliche / humanitäre Bewertung
Die Sprengung von ziviler Infrastruktur — insbesondere von Wasser- und Dammanlagen — wird international sehr kritisch gesehen, da sie oft erhebliche Folgen für Zivilbevölkerung, Umwelt und Versorgungssicherheit hat. In früheren Fällen wurden solche Handlungen als mögliche Kriegsverbrechen gewertet. DIE ZEIT+2FR.de+2
Zugleich betonen ukrainische Stellen, dass solche Maßnahmen in Krisensituationen als „strategisch notwendig“ eingestuft wurden — insbesondere, wenn alternative Verteidigungslinien oder Flussbarrieren fehlen. Ähnliche — wenn auch deutlich größere und umstrittenere — Fälle gab es etwa bei der Zerstörung des Kachowka-Staudamm 2023. DIE ZEIT+2Wikipedia+2
Einschätzung & Unsicherheiten
Es ist unklar, wie groß die akuten Auswirkungen der Sprengung bei Pryvillya sind — laut den Berichten werde die Überschwemmung als „gering“ eingestuft. ua.news+1
Ob die Maßnahme langfristig wirksam ist, um eine russische Offensive zu stoppen oder nur temporär verzögert, hängt von vielen Faktoren ab: Gelände, Wetter, Mobilität der Truppen und Gegenmaßnahmen.
Zudem steht die Frage, wie eine solche Sprengung mit dem humanitären Völkerrecht und dem Schutz der Zivilbevölkerung zu vereinbaren ist.
Kontext: Frühere ähnliche Operationen
Die Zerstörung oder Öffnung von Dämmen war bereits früher von der ukrainischen Seite als militärisches Mittel eingesetzt worden — etwa im Frühjahr 2022 bei der Verteidigung von Kiew: Damals sprengten ukrainische Kräfte einen Damm bei Kozarovychi, um russische Panzer am Vormarsch Richtung Hauptstadt aufzuhalten. Wikipedia+1
Im Sommer 2023 führte der umstrittene Fall des Kachowka-Damms zu massiven Überschwemmungen — beide Seiten lieferten sich Schuldzuweisungen. Wikipedia+2The Guardian+2
Bewertung und Ausblick
Die Sprengung des Damms bei Pryvillya zeigt, wie der Krieg in der Ukraine zunehmend auf Umwelt- und Infrastruktur-Taktiken setzt — oft mit weitreichenden Folgen, nicht nur für militärische Bewegungen, sondern für Bevölkerung und Umwelt.
Ob diese Taktik in diesem Fall strategisch sinnvoll war und ob es Alternativen gegeben hätte — das bleibt offen. Jede weitere Eskalation solcher Maßnahmen erhöht jedoch das Risiko für Zivilisten und erhöht die Komplexität nach Kriegsende: Schäden an Ökosystemen, Versorgungsengpässen und langfristigen Folgen für Landwirtschaft und Infrastruktur dürften an Bedeutung gewinnen.
