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Zweiter Warnstreik im Augsburger Nahverkehr: Stillstand bei Bus und Tram am Donnerstag
Augsburg, 19. Februar 2026 – Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Nahverkehr (TV-N) kommt es am heutigen Donnerstag in Augsburg zu massiven Einschränkungen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Stadtwerke Augsburg (swa) zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Da die Fronten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern weiterhin verhärtet sind, steht der ÖPNV im Stadtgebiet nahezu vollständig still.
Zentrale Auswirkungen für Pendler
Seit Betriebsbeginn am frühen Donnerstagmorgen verkehren Busse und Straßenbahnen der swa nur sporadisch oder gar nicht. Betroffen sind alle regulären Tram-Linien sowie der Großteil des städtischen Busnetzes.
- Ausnahmen: Lediglich Linien, die von privaten Subunternehmern bedient werden (z. B. Teile der Linien 21, 24/25 und 38), können vereinzelt verkehren.
- Regionalverkehr: Die Regionalbusse des AVV sowie die Regionalbahnen (BRB, Go-Ahead, DB) sind nicht vom Streik betroffen, verzeichnen jedoch ein deutlich erhöhtes Fahrgastaufkommen.
Hintergrund der Arbeitsniederlegung
Die Gewerkschaft fordert für die rund 9.000 Beschäftigten im bayerischen Nahverkehr unter anderem eine Entgelterhöhung von 668,75 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich.
„Die Belastungsgrenze der Fahrerinnen und Fahrer ist längst überschritten“, so ein Sprecher der Gewerkschaft. „Ohne attraktivere Arbeitsbedingungen wird der Personalmangel den ÖPNV dauerhaft ausbremsen. Der heutige Streik ist ein notwendiges Signal vor der nächsten Verhandlungsrunde am 9. März.“
Empfehlungen der Stadtwerke
Die Stadtwerke Augsburg bitten alle Fahrgäste, auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten oder auf Fahrräder sowie Carsharing-Angebote auszuweichen. Da kein verlässlicher Notfahrplan garantiert werden kann, sollten sich Pendler unmittelbar vor Fahrtantritt über die swa-App oder die Website informieren.
Für den Individualverkehr wird im gesamten Stadtgebiet mit einem erhöhten Stauaufkommen gerechnet, da viele Pendler auf das eigene Auto umsteigen.
