Mobbing in der Feuerwehr? P5

[FPA SWN • Molfsee | SH]

Molfsee – Die Entlassung eines Feuerwehrmitglieds in Molfsee markiert den Höhepunkt einer langen Mobbing-Kampagne. Die Wehrführung der Freiwilligen Feuerwehr Molfsee greift dabei zu drastischen Mitteln: Sie vergleicht die Arbeit der FPA SWN gezielt mit der „Bild“-Zeitung (Axel Springer SE), um journalistische Arbeit zu delegitimieren und unliebsame Kritik im Keime zu ersticken.

Was als interner Konflikt begann, hat sich zu einem handfesten Skandal um Pressefreiheit und den Umgang mit ehrenamtlichen Einsatzkräften ausgeweitet. Am heutigen Tag wurde das betroffene Feuerwehrmitglied offiziell entlassen – ein Schritt, der laut Insidern nach langem Mobbing durch die Wehrführung und Teile der Mannschaft absehbar war.

Gezielte Diskreditierung durch „Bild“-Vergleich

Besonders brisant ist die Wortwahl der FF Molfsee. In offiziellen Statements wurde die FPA SWN mit der Axel Springer SE bzw. der „Bild“-Zeitung gleichgesetzt. Dieser Vergleich dient nach Einschätzung von Beobachtern nicht der sachlichen Auseinandersetzung, sondern ist eine bewusste Methode der Herabwürdigung. Indem man die Presseagentur in die Nähe von Boulevard-Methoden rückt, versucht die Wehrführung, die Glaubwürdigkeit der Berichterstattung zu untergraben und von den eigentlichen Mobbing-Vorwürfen innerhalb der Organisation abzulenken.

Vorwurf der unwahren Tatsachenbehauptungen

Die FPA SWN weist darauf hin, dass die Feuerwehr Molfsee hierbei absichtlich unwahre Tatsachenbehauptungen verbreitet. Der Versuch, journalistische Aufklärungsarbeit als unseriös darzustellen, wird als strategischer Angriff gewertet. Anstatt Transparenz über die internen Strukturen und das dokumentierte Mobbing zu schaffen, flüchtet sich die Wehrführung in Diffamierungen.

Pressefreiheit unter Druck

Die Entlassung des Mitglieds, das zugleich eine wichtige Quelle für die Aufdeckung der Missstände war, stellt einen massiven Angriff auf die Pressefreiheit dar. Wenn Feuerwehren beginnen, Mitglieder aufgrund ihrer Nähe zu journalistischen Publikationen oder wegen kritischer Äußerungen systematisch auszugrenzen und schließlich zu entfernen, wird das Ehrenamt zur Farce.

„Die Methoden, die hier in Molfsee angewandt werden – von Mobbing hinter verschlossenen Türen bis hin zur öffentlichen Diffamierung der Presse als ‚Bild-Niveau‘ – sind eines öffentlichen Dienstes unwürdig“, so ein Sprecher der FPA SWN.

Hintergrund: Eine Chronik des Mobbings

Die Berichterstattung der letzten Wochen (Teil 1 bis 4 der Serie „Mobbing bei der Feuerwehr“) zeichnet ein düsteres Bild von Machtmissbrauch und Einschüchterung. Die heutige Entlassung ist kein isolierter Vorfall, sondern das Ergebnis eines Systems, das Kritik nicht zulässt und stattdessen die Vernichtung der beruflichen und ehrenamtlichen Reputation der Betroffenen in Kauf nimmt.

Die FPA SWN wird die juristischen Aspekte dieser Entlassung sowie die getätigten Falschaussagen der FF Molfsee weiterhin kritisch begleiten und die Öffentlichkeit über die weiteren Entwicklungen in diesem Skandal informieren.